„Bodenseekulturen“: die Region als Marketing-Argument

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Blau steht für den Bodensee: Alle Pflanzen wachsen im einheitlichen Logo-Topf. Foto: Irßlinger

Ein beispielgebendes Regionalkonzept für die Pflanzenvermarktung hat Irßlinger aus Meßkirch für die Bodenseeregion entwickelt: Als „Bodenseekulturen“ gibt es mittlerweile drei Markengruppen. Das Unternehmen erreichte damit bei den TASPO Awards 2021 in der Kategorie „Pflanzenproduzent des Jahres“ den dritten Platz.

Den guten Ruf der Region genutzt

Irßlinger ist ein bekannter Partner des gärtnerischen Fachhandels in Deutschland, Österreich, der Schweiz und im Elsass, liefert hochwertige Zimmer- und Freilandpflanzen aus eigener Produktion, der Bodenseeregion und ganz Europa an den Facheinzelhandel.

Die Marke „Bodenseekulturen“ steht für Regionalität – aus der Region für die Region. Bodenseekulturen-Produkte werden ausschließlich in Gärtnereien in der Bodenseeregion kultiviert. Bodenseekulturen unterscheiden sich damit von anderen Produkten durch ihre Herkunft – und werden entsprechend auch so beworben. Die Marke nutzt, dass der Ruf der Bodenseeregion als landwirtschaftlicher Kompetenzraum weit über die Ländergrenzen zur Schweiz, Österreich und Frankreich bekannt ist. Vor diesem Hintergrund wurde speziell für den Bodenseeraum gleich eine regionale Produktfamilie mit denselben Wurzeln entwickelt.

Facheinzelhandel als Zielgruppe der Marken

Zielgruppe ist der Facheinzelhandel in Süddeutschland, im Elsass, der deutschsprachigen Schweiz und Österreich (Vorarlberg/Tirol), der sich durch solch ein regionales Sortiment vom Wettbewerb abgrenzen kann. Der Ruf der Bodenseeregion wird dabei als Mehrwert für die Produktmarken genutzt und für den Kunden sichtbar gemacht. Entsprechend spiegelt die blaue Fläche hinter den Logos der Produktmarken die Bodenseeregion wider. Die unterschiedlichen Produktmarken sind so ausgewählt, dass der Facheinzelhandel zu jeder Jahreszeit Bodenseekulten im Geschäft präsentieren kann. Um den Facheinzelhandel bei der Produktpräsentation zu unterstützen, wurden für jede Produktmarke ein PoS-Aufbau und verkaufsfördernde Maßnahmen entwickelt.

Kundenansprache über verschiedenste Kanäle

Dabei werden sowohl der Fachhandel wie auch der Endverbraucher auf unterschiedlichen Kanälen angesprochen. Die Ansprache des Fachhandels erfolgt über den Verkauf am Telefon oder im Onlineshop, über regelmäßige Newsletter mit Informationen zum Saisonstart jeder Kultur sowie über die Websites bodenseekulturen.de und irsslinger.de als permanente Informationsplattform über Bodenseekulturen, außerdem über Facebook und Instagram. Der Endverbraucher wird über die PoS-Präsentation im Facheinzelhandel, ebenfalls über bodenseekulturen.de sowie Radiospot-Schaltungen mehrmals im Jahr auf das Thema aufmerksam gemacht, außerdem über die Sozialen Medien.

Viele Vorteile für Kunden durch die Regionalität

Die heimische Produktion dieser Regionalmarke bringt für die Kunden den Angaben zufolge viele Vorteile:

  • Durch die kurzfristige Verfügbarkeit haben die Kunden eine deutlich kürzere Vorlaufszeit für die Bodenseekulturen. Sie sparen sich lange Transportwege und damit eine unnötige Verteuerung der Produkte, sagt Irßlinger.
  • Die Marke trägt zur Stärkung des Images des regionalen Facheinzelhandels bei.
  • Das durchgängige Produktdesign unterstützt den Wiedererkennungswert beim Endverbraucher. Optimale PoS-Präsentationen erleichtern den Aufbau vor Ort.
  • Ein breites Sortiment macht es möglich, dass der Facheinzelhandel für alle wichtigen Verkaufszeiträume Bodenseekulturen im Verkaufsraum stehen hat.

Alle Bodenseekulturen-Produkte werden ausschließlich in Gärtnereien aus der Bodenseeregion kultiviert. Nur so lassen sich die regionale Herkunft, das breite Sortiment und die Verfügbarkeit garantieren, sagt der Vermarkter.

„Bodenseekulturen“ bislang mit drei Markengruppen

Bisher gehören drei Markengruppen zum Konzept:

„Hortina“: So hat beispielsweise der Hortensienanbau seinen Ursprung in der Bodenseeregion. Entsprechend tragen die Hortensien mit einer Blütenpracht, wie sie für den Bodenseeraum typisch ist, den Namen „Hortina“. Sie werden exklusiv von regionalen Gärtnern herangezogen. Die Blütenballen in den kräftigen Farbvarianten werden abstrakt durch die drei Kreise im Logo dargestellt. Besonderen Wert legt das Konzept hier, wie auch bei den anderen Markengruppen, auf eine durchgängige und belegbare Nachhaltigkeit.

„Goldstück“: Das Siegel „Goldstück“ erhalten nur Kulturen, die schon über viele Jahre hinweg in Eigenproduktion kultiviert und perfektioniert wurden. Die Botschaft: „Pflanzen höchster Güte, kultiviert von den Gärtnermeistern aus der Bodenseeregion.“ Das Goldstück kommuniziert als eigenständige Marke allerbeste Qualität. Dabei steht „Goldstück“ nicht nur für etwas monetär Wertvolles, sondern ist auch emotional besetzt. Denn auch einen lieben Menschen nennt man oft Goldstück. Der Premiumcharakter soll schon von Weitem sichtbar sein – durch die runde, Medaillen-ähnliche Form des Logos. Die Form dient als Erkennungsmerkmal für die Wertigkeit des Produktes.

„Seestern“: Die Brücke von der Kultur von Weihnachtssternen zum Bodensee schlägt der Name „Seestern“ der dritten Markennamengruppe. Auch diese Pflanzen werden im Bodenseeraum von spezialisierten Gärtnern in hoher Qualität kultiviert. Die abstrahierte Form der Poinsettia ergibt das Fundament des Seestern-Logos. Die grünen und roten Blätter besitzen einen so hohen Bekanntheitsgrad, dass die Abstraktion leicht erkenn- und lernbar ist, ist Irßlinger überzeugt.