Grüne Branche

BÖLW begrüßt Schmidts verschärfte Kritik an der Revision der EU-Öko-Verordnung

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat beim Treffen der EU-Agrarminister in Brüssel seine Kritik an der Revision der EU-Öko-Verordnung verschärft. Er stützte die Forderungen einer Gruppe von sieben östlichen EU-Ländern, die eine Weiterentwicklung der bestehenden Verordnung aufbauend auf den jahrelangen Erfahrungen der Praxis fordern.

Begrüßt die Kritik des Bundeslandwirtschaftsministers: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW. Foto: Naturland

„Es ist ein wichtiges Signal Deutschlands an die anderen EU-Staaten, dass Minister Schmidt die Untauglichkeit des vorliegenden Kommissionsvorschlags im EU-Agrarrat klar benannt hat. Wer den Öko-Landbau wirksam weiter entwickeln will, muss den vorliegenden Vorschlag zurückweisen und die bestehende Öko-Verordnung weiterentwickeln“, bewertet Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Äußerungen des Ministers.

Auch zahlreiche andere EU-Staaten äußerten deutliche Kritik an dem Kommissionsvorschlag. Mit Blick auf das erste Treffen von Minister Schmidt und dem neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan am vergangenen Freitag, stärkte Löwenstein dem Minister den Rücken, in der Hoffnung, den Kommissar zu einem Neuanfang zu bewegen. Dann würde der Kommissionsvorschlag für eine neue Öko-Verordnung, der derzeit von EU-Parlament und Mitgliedsstaaten beraten wird, zurückgezogen. (ts)