Grüne Branche

Bosch setzt auf moderne Kundenansprache: neuer Robotermäher wird per Smartphone bedient

Eine besondere Erfolgsgeschichte schreibt der 2013 in den Markt eingeführte Roboter-Mäher Indego bei Bosch. Er erzielte den Angaben zufolge in den Baumärkten und Online auf Anhieb einen Marktanteil von 34 Prozent. Damit hat er laut Unternehmen wesentlich zum 35-prozentigen Wachstum der Kategorie „Roboter-Mäher“ in Baumärkten und im Online-Handel 2013 beigetragen.

„Smart Gardening“ mit dem Bosch Indego 1200 Connect. Foto: Bosch

Den Robotermäher Indego von Bosch gibt es künftig zusätzlich in einer neuen Version, die sich mithilfe einer App per Smartphone oder Tablet von überall aus bedienen lässt. Indego 1200 Connect heißt dieses Gerät, das am 26. August bei der Fachpressekonferenz Gartenwerkzeuge von Bosch in Stuttgart vorgestellt wurde. Der Indego 1200 Connect vereine die Bedienung per App mit seinem „LogiCut“-Navigationssystem für Mähen in Bahnen.

Man muss den QR-Code auf der Verpackung scannen, die App aus dem Google Play Store, dem Apple App Store oder dem Windows Store herunterladen und installieren, sich dann mit der E-Mail-Adresse und einem Passwort registrieren und Smartphone oder Tablet mit dem Indego vernetzen. Wer dies erledigt hat, kann den Indego 1200 Connect per Fingertipp mähen oder pausieren lassen, ihn zur Ladestation zurückbeordern oder gegebenenfalls vollständig deaktivieren, beispielsweise bei Diebstahl. In einem integrierten Kalender lassen sich die gewünschten Mähzeiten festlegen.

Zur Datenübertragung wird GSM genutzt („Global System for Mobile Communications“). Dies ist der weltweit am meisten verbreitete Mobilfunkstandard. Die „Bosch Smart Gardening“-App ist ausgelegt für Smartphones (Android ab Version 4.1, iOS ab Version 6 und Windows Phone ab Version 8) sowie Tablets (Android ab Version 4.1 und iOS ab Version 6).

Der Indego 1200 Connect arbeitet wie das Basismodell Indego selbstständig, und zwar innerhalb eines vorher definierten Bereichs. Das „Logicut“-Navigationssystem führt zu systematischem Mähen in Bahnen. Dadurch mäht er laut Bosch dieselbe Rasenfläche um 30 Prozent schneller als ein Robotermäher, der nach dem Zufallsprinzip mäht. Der Indego 1200 Connect ist ab Januar 2015 im Handel erhältlich. Geliefert wird er mit Basisstation und 250 Meter Kabel inklusive 500 Befestigungsnägeln.

Nach der „International fediyma DIY Consumer Study“ von 2014 gehören Online-Medien bei Heimwerkern und Gartenbesitzern inzwischen zu den wichtigsten Informationsquellen. Sie stehen bereits an dritter Stelle mit nahezu gleicher Bedeutung wie die Beratung im Baumarkt und persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten.

Mit seinen Online-Aktivitäten will Bosch drei Ziele erreichen: die Verwender inspirieren, sie informieren und die Interaktion mit ihnen fördern und beleben. Inspiration erhalten die Verwender beispielsweise in der Community „1-2-do.com“ und über das soziale Netzwerk Pinterest. Um die Interaktion mit Verwendern zu fördern und zu beleben, ist Bosch bei Facebook engagiert.

In der 1-2-do-Community animieren Projekte und Workshops, die überwiegend von den Mitgliedern selbst eingestellt und durchgeführt werden, zum Mitmachen. Erfahrene Community-Mitglieder und Bosch-Experten stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung. Die Workshops der 1-2-do-Community bringen die Community-Mitglieder zusammen und schaffen die Verbindung von der virtuellen zur realen Welt.

Einen starken Multiplikationseffekt erziele Bosch durch Vernetzung von 1-2-do.com mit Pinterest – einem Portal, auf dem man virtuelle Pinnwände erstellen kann. Die Pinnwände von Bosch Heimwerken & Garten Deutschland zeigen zahlreiche Projekte aus der 1-2-do-Community zu verschiedenen Themen. Sie dienen Gartenliebhabern als Inspiration, ihren Garten entsprechend zu gestalten. Als die Online-Anlaufstelle für Gartenliebhaber schlechthin werde von vielen die Bosch Garten-Website gesehen. Im ersten Halbjahr besuchten mehr als 325.000 User diese Seite. (ts)