Grüne Branche

Boskoop: Transportverbot für Esskastanienbäume

Am 3. August wurde im niederländischen Baumschulgebiet Boskoop rund um Boskoop ein Transportverbot für Esskastanienbäume verhängt. Über die Maßnahme informierte die Behörde für Lebensmittel- und Produktsicherheit (nVWA). Demnach wurden in einer Baumschule in Boskoop an fünf Esskastanienbäumen die japanische Esskastaniengallwespe gefunden. Der nach Angaben des Julius-Kühn-Institutes in der EU als Quarantäneschadorganismus eingestufte Schädling ist eines der schädlichsten Insekten an Bäumen der Gattung Castanea, der die Erzeugung und Qualität der Esskastanienfrüchte erheblich mindern kann. Laut nVWA wurde das Transportverbot für Esskastanienpflanzen für einen Radius von 15 Kilometern rund um die Fundstelle verhängt. Diese Maßnahme soll eine Weiterverbreitung verhindern.

Die befallenen Bäume kommen den Angaben zufolge aus Italien, wo diese Gallwespe an vielen Stellen vorkomme. Die Larven des Schädlings verursachen Gallen an den jungen Trieben, wodurch der Wuchs vermindert ist und weniger Kastanien gebildet werden. Die EU hat Regeln gegen die weitere Verbreitung erlassen. Das Transportverbot gilt laut nVWA in jedem Fall für die kommenden drei Jahre. Die fünf Bäume wurden vernichtet. Kontrolleure der nVWA untersuchten nun die Umgebung, ob sich der Schädling verbreitet hat.