Grüne Branche

Botanischer Garten in Höxter unter neuer Leitung

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Im Botanischen Garten der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter gibt es einen Wechsel in der Leitung, wie die Hochschule in einer Pressemitteilung kundgab. Der bisherige Leiter Professor Christoph Althaus setzt sich zur Ruhe, seine Nachfolge tritt Nachwuchsprofessorin Nora Huxmann an.

Das Team des Botanischen Gartens – von links: Professor Christoph Althaus (ehemaliger Wissenschaftlicher Leiter), Nachwuchsprofessorin Nora Huxmann (neue Wissenschaftliche Leiterin), Ute Aland (Technische Leiterin), Gärtner Winfried Thiele, Professor Hans-Jürgen Geyer (Fachgebiet Pflanzenverwendung und Vegetationstechnik), Gärtner Matthias Honig. Foto: Katharina Thehos / TH OWL

Seit 1997 Hochschullehrer für Pflanzenkunde

Professor Christoph Althaus studierte in Hannover an der Universität Landschaftsarchitektur und arbeitete im Anschluss am Institut für Stauden und Gehölze an der Fachhochschule Weihenstephan. Zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge vor allem mit dem Schwerpunkt der Fassadenbegrünung zeichnen seinen weiteren Werdegang. In München war Althaus am Bauforum tätig und beschäftigte sich mit der Planung und Ausführung von Innenhof- und Wohnanlagenbegrünungen. 1997 folgte dann die Berufung an die Universität Gesamthochschule Essen als Hochschullehrer für Pflanzenkunde. Später wurde der Studiengang Landschaftsarchitektur, dessen Teil die Pflanzenkunde ist nach Höxter verlegt, wo Althaus die vergangenen sieben Jahre die wissenschaftliche Leitung des Botanischen Gartens innehatte und die er nun an Nora Huxmann übergibt.

Botanischer Garten dient der Lehre und Forschung

Rund 2.000 Pflanzenarten beherbergt der Botanische Garten in Höxter, der an der Technischen Hochschule der Lehre und Forschung dient. Studierende der Landschaftsarchitektur, des Landschaftsbaus und Grünflächenmanagements sowie des Freiraummanagements bietet der Garten Experimentierflächen, in denen sie Pflanzen kennenlernen und bestimmen, Vermessungsübungen und eigene Pflanzungen durchführen und Gestaltungsideen entwickeln können. „Ein Botanischer Garten ist letztlich ein Prozess, in den man sich einreiht – denn die Pflanzen und die dahinter stehendenden Konzepte überdauern das eigene Arbeitsleben. Man übernimmt, entwickelt weiter. Manches muss auch verworfen werden, im besten Fall kann völlig Neues entstehen“, sagte Althaus bei der symbolischen Übergabe des Gartens an seine Nachfolgerin, die auch bereits seit zwei Jahren aktiv an der Weiterentwicklung des Gartens mitgearbeitet habe.  

Projekt Insektenwand als Highlight für Althaus

Im Sommersemester 2018 entstand unter Leitung von Althaus in einer studentischen Projektarbeit eine spezielle Insektenwand vor dem Audimax. Sie ist der Ausgangspunkt für einen 200 Meter langen Biodiversitätsstreifen mit insektenfreundlichen Pflanzen. „Damit kennzeichnet sie einen neuen Fokus im Botanischen Garten hin zur Förderung biologischer Vielfalt, bei der die Fauna bewusst einbezogen wird“, sagt Althaus, für den dieses Projekt zu einem der Highlights gehöre. „Ein Büroarbeitsplatz mitten in einem Botanischen Garten ist ein Luxus“, blickt der Wissenschaftler auf seine Tätigkeit zurück. Laut Pressemitteilung der Hochschule bleibe er der TH OWL dennoch als Lehrbeauftragter erhalten und möchte mit einer Veröffentlichung zum Thema Efeu seine wissenschaftliche Tätigkeit abrunden.