Grüne Branche

Buchsbaumsterben auch auf den Friedhöfen

Das Buchsbaumsterben sei für Friedhofsgärtner dieses Jahr zu einem der wichtigsten Themen geworden. Darauf wies Alois Brandl - Vorsitzender der Landesfachgruppe Friedhofsgärtner des Bayerischen Gärtnereiverbandes - anlässlich der Nach-Allerheiligen-Begehung am 6. November in Nürnberg hin. Brandl hob die Situation in München hervor, wo er selbst als friedhofsgärtnerischer Unternehmer tätig ist: "Wir haben massive Probleme mit dem Buchsbaumsterben!" Beginnend vom Waldfriedhof habe sich der betreffende Pilz - Cylindrocladium buxicola - schon bis zum Nordfriedhof vorgearbeitet. Die Situation sei "gravierend". Besonders stark betroffen wären kleinblättrige Buxus-Sorten. Aber auch die großblättrigen Varietäten würden befallen. Es beginne mit gelblicher bis orangefarbener Blattverfärbung. Innerhalb weniger Tage seien die Buchspflanzen dann entlaubt. Der schnelle Krankheitsverkauf führe zu Totalausfällen. Die befallenen Pflanzen dürfen nicht kompostiert werden. Der Einsatz von Fungiziden ist auf den Friedhöfen nicht erlaubt. Nach Meinung Brandls würden entsprechende Spritzungen auch nicht viel nützen, weil immer wieder neue Sporen aus den Nachbarflächen kommen. Dies sei eben der wesentliche Unterschied zu Gewächshausflächen. Ein Infoblatt der Friedhofsgärtner zum Buchsbaumsterben hebt ebenfalls den schnellem Krankheitsverlauf hervor. Zum Pflanzenaustausch würden sich andere Gehölze - wie Ilex, Taxus, Euonymus, Lonicera - anbieten.