Grüne Branche

Buchtipp: Gärten – nicht nur für Nordlichter

Nicht nur die Menschen hoch im Norden schätzen die Hansestadt Hamburg mit ihrem besonderen Ambiente. Wie sehr das oft klar-geradlinige Ambiente der Stadt und ihrer Bewohner auch die Gärten prägt, wird spätestens nach Lektüre des neuen Bildbandes „Die geheimen Gärten von Hamburg“ deutlich. 

Keine üppig-überbordende Pflanzenfülle, sondern ein strukturierter Pflanzeneinsatz ist es, der die Gärten oftmals ausmacht und vor allem eines zum Ziel hat: die besondere Lage, den besonderen Blick zu betonen, in Szene zu setzen.

Beneidenswert schön liegen beispielsweise Gärten am Ufer von Elbe und Alster mit direktem Wasserzugang. Überraschend unterschiedliche Einblicke geben die Gärten mitten in der Stadt frei – vom Blick über Dachlandschaften bis zum Kleinod im Hof. Weit mehr Pflanzenfülle zeigen Hamburgs Gärten eher am Stadtrand – vom repräsentativen Gesamtkunstwerk mit vier Traumgärten bis zum wiederbelebten Villengarten mit einem ungewöhnlichen Stilmix. Der Autor beweist mit seiner Gartenauswahl einen Blick für die Besonderheiten dieser Hansestadt: Ulrich Timm ist Landschaftsarchitekt und lebte fast 50 Jahre lang in Hamburg.

Man kann sich nur der Bewertung der Hamburger Morgenpost anschließen, die schrieb: „Ein eigener Garten, am besten mit Alster- oder Elbblick – für viele Großstädter bleibt das ein Traum. Zum Weiterträumen lädt nun dieser Bildband ein.“

Wieder also eines der „Schlüssellochbücher“, die dem Kunden die begehrten Einblicke in die Privatsphäre besonderer Gärten bieten und sicher weniger lehrreiche Projekte für den Profi als begeisternde Gartenbeispiele für den Kunden bieten. Aber ein wunderschöner Bildband mit persönlichen Texten zu den einzelnen Gärten und Fotos von Ferdinand Graf von Luckner, hervorragend als Kundengeschenk oder „Appetitmacher“ für betuchte Kunden geeignet. Auf jeden Fall ein Buch nicht nur für Nordlichter.

„Die geheimen Gärten von Hamburg“, DVA 2014, gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten, viele großformatige Fotos; 49,99 Euro, ISBN 978–3-421-03888-3. (kla)