Grüne Branche

Buchtipp: Historisches zum Rosenanbau

Rund 50 Prozent der gesamtdeutschen Rosenanbauflächen liegen in Schleswig-Holstein, Rosenanbau und -züchtung haben gerade im Kreis Pinneberg eine lange Tradition. Gründe genug also, diesem Anbaugebiet ein eigenes kleines Buch zu widmen. 

„Rosen im Kreis Pinneberg“ gibt Infos zur Entwicklung der Rosensortimente bis hin zur Auflistung der heutigen wichtigsten Rosenbetriebe des Kreises. Werkfoto

Schlicht „Rosen im Kreis Pinneberg“ heißt es – und wurde in liebe- und mühevoller Recherche vom Rosenzüchter Klaus-Jürgen Strobel zusammengestellt.

Entwicklung der Rosenproduktion und -züchtung
Gebiet für Gebiet hat er die historische Entwicklung der Rosenproduktion und -züchtung dieses Landkreises zusammengetragen – mit vielen historischen, teilweise noch schwarz-weißen Fotos bebildert: Von den Rosenbaumschulen der Stadt Pinneberg über Rosenfeste in Rellingen, Rosenschauen in Uetersen bis hin zur Entstehung des Rosariums in Uetersen und des Rosengartens im Arboretum Ellerhoop. Der an Rosen interessierte Leser findet Informationen zur Entwicklung der Rosensortimente bis hin zur Auflistung der heutigen wichtigsten Rosenbetriebe des Kreises.

Historische Erlebnisberichte
Was das Buch besonders lesenswert macht, sind die kleinen, eingestreuten historischen Erlebnisberichte – wenn beispielsweise der normale Sommerarbeitstag einer Baumschule um 4.30 Uhr begann, damit die Rosen um 6 Uhr mit dem Rosenkutscher zum Markt kamen. Oder Gehilfen für 14,50 Mark Wochenlohn 60 Stunden arbeiteten, um dann sogar 17 Mark pro Woche für Kost und Logis bei der Baumschule wieder abzugeben – gute Lehre kostete Geld.

„Rosen im Kreis Pinnberg“, Service Grün Fördergesellschaft 2014, gebunden, 120 Seiten, 4-farb. und SW-Fotos; 19,80 Euro, ISBN 978–3–000–46559–8, zu bestellen unter E-Mail: baumschulland(at)bdb-sh.de. (kla)