Grüne Branche

Buchtipp: Trauerfloristik geht auch anders

Wachrütteln möchte der neue Bloom’s-Bildband „Blumen für den letzten Weg“. Seine Aufforderung: Floristen müssen weg vom Standardeinerlei in der Trauerfloristik, stattdessen mit besonderer, ungewöhnlicher, trostspendender Floristik überzeugen und der Trauerfloristik damit zu neuem Aufschwung verhelfen. 

Ein Team aus elf Floristen geht in diesem Buch deshalb ganz neue Wege: Es zeigt, dass Sonnengelb in der Trauerfloristik wunderschön und tröstend sein kann. Dass Gerbera, richtig inszeniert, bunt und rund anstatt altbacken daher kommen können. Und dass Trauerfloristik auch ganz modern und mit jahreszeitlichen Schwerpunkten überzeugen kann.

Am meisten beeindruckt die Fülle an naturnahen Werkstücken, die einen Teil des Waldes, ein Stück Waldboden, aufgenommen zu haben scheinen. Das Bloom’s-Team arbeitet auch mutig mit Grabbeigaben auf Holzbasis, fertigt Kreuze mit trockenem Herbstlaub und zeigt damit, dass der Trend zur Natur- und Waldbestattung auch in der Floristik akzeptiert und angekommen ist.

Treffender kann ein Buch nicht zeigen, dass die Trauerfloristik mit der Zeit geht. Eine ideale Beratungsunterlage mit vielen beeindruckenden Anregungen, die eigentlich auch bei jedem Bestatter ausliegen sollte, um auf die Modernität und Vielfalt der heutigen Floristik hinzuweisen.

„Blumen für den letzten Weg“, Bloom’s 2014, geb. mit SU, 158 S., viele großf., 4-farb. Fotos; 64,90 Euro, ISBN 978-3-9398-6853-8. (kla)