Grüne Branche

Bürgerinitiative will Gewächshaus verhindern

, erstellt von

In Oer-Erkenschwick sollen Gewächshäuser für Tomaten und Paprika auf einem ehemaligen Zechengelände entstehen, um Gemüse aus der Region anbieten zu können. Allerdings formiert sich aktuell gegen das Vorhaben der Fakt AG aus Essen Widerstand in der Bevölkerung.

Gegen ein Gewächshaus-Projekt für Tomaten und Paprika bildet sich in Oer-Erkenschwick aktuell Widerstand. Symbolfoto: davehan2016 / Pixabay

Gewächshäuser sollen auf ehemaligem Zechengelände entstehen

Wie lokale Medien berichteten, sollen in den geplanten Gewächshäusern auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern Tomaten und Paprika angebaut werden. Die Gewächshäuser seien auf der ehemaligen Zechenhalde geplant, die durch eine städtebauliche Vereinbarung der Stadt und der Gesunde Agrarprodukte GmbH (GAP), einer Tochtergesellschaft der Fakt AG möglich gemacht wurden. In den Gewächshäusern sollen Tomaten und Paprika für die Region auf Kokos-Substrat wachsen. Die Pflanzen sollen von Bienen bestäubt werden und mit Regenwasser der Zechenhalde bewässert werden. Zudem sollen hier rund 100 Arbeitsplätze entstehen. Lokale Landwirte hätten dabei keine Konkurrenz zu befürchten, da der Spargelanbau, den viele Bauern hier betreiben, nicht geplant sei.

Kurze Transportwege in die Region

Nach der Ernte sollen die Tomaten und Paprika vor allem in den Regalen der regionalen Supermärkte landen. Damit hätte das Gemüse nur kurze Transportwege und damit eine gute Klimabilanz. Bereits 2022 plane die Fakt AG laut Medienberichten mit dem Vertrieb des regional produzierten Gemüses starten zu wollen. Doch aktuell bildet sich in der Bevölkerung Widerstand gegen das Vorhaben des Essener Konzerns.

Neue Bürgerinitiative macht mobil gegen das Bauvorhaben

Während das Gewächshaus-Projekt in den vergangenen Monaten immer konkretere Formen annahm, habe sich um den Oer-Erkenschwicker Björn Kurzke eine Bürgerinitiative gebildet, die das Vorhaben kritisch sieht. Besonders stören sich die Bürger daran, dass auf einer Fläche von rund 14 Fußballfeldern für den Bau der Gewächshäuser zunächst einmal dort bestehende Sträucher und Bäume gerodet werden müssen. Die Initiative sei naturverbunden und mache aus diesem Grund mobil gegen das Projekt, um es schlussendlich auch zu verhindern. Eine gemeinsame Besichtigung des Geländes mit Ratsmitgliedern, Politikern uns Naturschützern, sowie Interessierten Bürgern ist geplant und soll über das bestehende Areal und die dortige Vegetation aufklären.

Cookie-Popup anzeigen