Grüne Branche

Buga 2007 offenbar in den roten Zahlen

Die Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg schloss mit einem voraussichtlichen Verlust von über drei Millionen Euro ab. Die Ursachen dafür sieht Buga-Geschäftsführer Ernst-Herrmann Kubitz vorrangig in der nicht erreichten Besucherzahl. Die resultiere daraus, dass die 28000 Inhaber von Dauerkarten mehrfach in der Statistik erschienen und damit das Ergebnis schönten. Auch sollen die Pflegekosten für bestimmte Bereiche durch die erhöhte Mehrwertsteuer gestiegen sein. Nach Angabe der Buga-Aufsichtsratsvorsitzenden und Greizer Landrätin Martina Schweinsburg hätten Gera und Ronneburg beim Freistaat eine neue Finanzspritze (aus dem Landesausgleichsstock) beantragt. Mit dem Finanzministerium und dem Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt sei in Grundzügen ausgehandelt worden, dass der Freistaat das finanzielle Defizit der Buga übernehme. Nach Angabe von Kubitz sei erst im Frühjahr 2008 mit einer belastbaren Bilanz der Buga zu rechnen. Wie die Ostthüringer Zeitung am 14. Dezember berichtete, hat Agrarminister Volker Sklenar Gera und Ronneburg inwischen Hilfe zugesagt. "Wir werden die beiden Städte nicht im Regen stehen lassen", habe er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ausgeführt. Als Gesellschafter der Buga GmbH müssten der Landkreis Greiz sowie die Städte Gera und Ronneburg für den Fehlbetrag aufkommen, heißt es in der Meldung weiter. Der Landkreis habe bereits entsprechende Rücklagen gebildet, sagte Sklenar. Auch die beiden Städte sollten prüfen, was sie selbst zum Begleichen des Fehlbetrages beitragen können.