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Buga 2015 Havelregion: Jury wählt Grabmale für Bereich „Grabgestaltung & Denkmal“ aus

Der Grabzeichen-Wettbewerb der Bundesgartenschau (Buga) 2015 Havelregion ist entschieden. Eine Fachjury wählte für den Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ 70 Grabmale aus Naturwerkstein (unter anderem gesägter, geschliffener und behauener Naturstein aus Marmor, Granit und Kalksandstein) sowie Keramik aus. 

Laut Buga-Zweckverband hatten sich an dem im April ausgerufenen Wettbewerb 50 Unternehmen mit insgesamt 130 Entwurfsarbeiten von Steinmetzen, Bildhauern, Holzbildhauern und Metallgestaltern aus ganz Deutschland beteiligt.

Die Grabmale überzeugten die Jury vor allem durch ihre handwerklich ausgereifte Stilistik und die geometrische Anordnung von Schrift und Bildzeichen. In den kommenden Wochen sollen die ausgewählten Grabzeichen, die von klassisch-modern bis neuartig-mutig variieren, den vorgesehenen 70 Grabstellen des alten Domfriedhofes im Buga-Dombezirk der Hansestadt Havelberg zugeordnet werden.

Im März 2015 werden die Grabzeichen dann in die Erde gesetzt. Erst danach können die Mustergrabflächen mittels Verlosung den teilnehmenden Friedhofsgärtnern aus der gesamten Bundesrepublik zur Bepflanzung zugewiesen werden. Während der Buga-Zeit von April bis Oktober 2015 werden alle 70, für die Buga 2015 angelegten Mustergrabstellen – 20 Einzelgräber, 32 Doppelgräber und 18 Urnengräber – in drei größeren Wettbewerben insgesamt dreimal umgepflanzt.

Der knapp 3.000 Quadratmeter große Buga-Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ wurde von dem Berliner Landschaftsarchitekten Georg von Gayl geplant. Bei der Erneuerung des alten Domfriedhofes orientierte er sich am letzten verfügbaren historischen Plan des Areals aus dem Jahr 1890.

Ein Infopavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze wird den Buga-Besuchern ab April 2015 für Fachauskünfte rund um das Thema Grabgestaltung zur Verfügung stehen. (ts)