Grüne Branche

Buga 2015 - Havelregion setzt sich gegen Karlsruhe durch

Die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) veranstaltete am 14. und 15. November 2007 ihr erstes Forum zur Stadt- und Regionalentwicklung mit Gartenschauen. Die Veranstaltung bot nicht nur einen interessanten Rückblick auf die über 50-jährige Geschichte der Bundesgartenschauen, sondern zeigte auch wichtige Perspektiven für die Zukunft auf. Höhepunkt der Veranstaltung war die Bekanntgabe des Siegers der Bewerbung für die Ausrichtung der Bundesgartenschau im Jahre 2015. Die Spannung, die am zweiten Tag des DBG-Forums unter den Teilnehmern und Bewerber-Delegationen für die Buga 2015 herrschte, erinnerte schon fast an die Verkündung des Austragungsortes für eine Fußball-WM oder die olympischen Spiele. Karlsruhe und die Havelregion waren als einzige Bewerber noch im Rennen. Aufgrund der völlig unterschiedlichen aber hochinteressanten Konzepte galten beide Kandidaten als chancenreiche Bewerber. Wie im Sport, so gilt auch bei der Vergabe einer Buga: Es kann nur einen Sieger geben! Das Entscheider-Gremium der DBG, bestehend aus den drei Trägerverbänden Zentralverband Gartenbau (ZVG), Bund deutscher Baumschulen (BdB) und Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), hatte einstimmig entschieden, die Option für die Buga 2015 an die Havelregion zu vergeben. Mit der Buga 2015 in der Havelregion wird in der über 50-jährigen Geschichte der Bundesgartenschauen ein neues Kapitel aufgeschlagen. Erstmalig werden fünf Städte in zwei Bundesländern gemeinsam eine Buga veranstalten. Unter dem Motto "Von Dom zu Dom - Das blaue Band der Sympathie" soll sich die Gartenschau entlang der Havel von der Stadt Brandenburg über die Gemeinden Rathenow, Premnitz und Rhinow bis in die alte Bischofsstadt Havelberg erstrecken. Eine besondere logistische Herausforderung stellt dabei der Transport der Besucher auf der insgesamt siebzig Kilometer langen Buga-Strecke dar. Das Konzept der Havelregion war aber so schlüssig, dass das DBG-Gremium davon überzeugt werden konnte, dass die fünf Kommunen diese Herausforderung bewältigen werden. Ein Novum der Buga 2015 wird nicht nur die flächenmäßige Ausdehnung sein. Die fünf Kommunen wollen eine Gartenschau veranstalten, für die keine teuren Stadtparks angelegt und aufwändige Hallen gebaut werden müssen. Stattdessen sollen die vorhandenen Stärken genutzt und bereits vorhandene, teils historische Gebäude einbezogen werden. Die Investitionskosten für die Buga 2015 werden von den Bewerberkommunen mit rund 60 Millionen Euro beziffert.