BUGA 2025: Absage wird empfohlen

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Der Stadthafen Rostocks stand unter anderem im Zentrum der Planungen der BUGA 2025. Foto: 1459604/ Pixabay

Dass eine Bundesgartenschau (BUGA) 2025 in Rostock nur kaum zu realisieren sei, machte eine in Auftrag gegebene Risikoanalyse deutlich. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hat jetzt eine komplette Absage der BUGA in Rostock empfohlen.

Oberbürgermeister empfiehlt Absage

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen wird der Bürgerschaft empfehlen, das einmalige Event BUGA nicht durchzuführen. Das machte der OB auch bereits in einem Gespräch mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus deutlich. „Ich bin froh, dass sich der Oberbürgermeister nun endlich klar positioniert hat, auch wenn wir uns definitiv ein anderes Ergebnis gewünscht hätten. Wir alle hätten die Bundesgartenschau gern in Rostock gesehen – das sage ich in aller Deutlichkeit“, wird Backhaus zitiert. Demnach standen die Vorzeichen bei der Vergabe der BUGA 2018 noch ganz anders. Sowohl die Auswirkungen der Corona-Pandemie, als auch die des Ukraine-Krieges haben einer seriösen Umsetzung der Vorhaben allerdings buchstäblich einen Strich durch die Rechnung gemacht, da man nun mit erheblichen Kostensteigerungen rechnen müsse.

Städtebauliche Projekte trotzdem umsetzen

Ereignisse wie die BUGA sind beliebte Instrumente der nachhaltigen Stadtentwicklung. Projekte, die ursprünglich für die Umsetzung im Rahmen der BUGA vorgesehen waren, sollten allerdings dennoch umgesetzt werden. „Ich habe den Oberbürgermeister daher gebeten mir nun unverzüglich eine Liste mit den für Rostock prioritären Projekten sowie einen verbindlichen Zeitplan für deren Finanzierung, Genehmigung, Umsetzung und Unterhaltung vorzulegen“, betonte Backhaus. Demnach seien sich Stadt und Land bereits einig darüber, dass der Küsten- und Hochwasserschutz im Stadthafen fester Bestandteil der umzusetzenden Projekte sein wird. Backhaus wolle sich zudem für weitere wichtige städtebauliche Projekte innerhalb der Landesregierung starkmachen.

„Die Welt ist eine andere als 2018“

In der ursprünglichen Bewerbung hatte Rostock 2018 das ambitionierte Projekt zur Gestaltung des Ovals entlang der Warnow beschlossen. „Die Welt ist heute eine andere als 2018. Und wir waren nicht kritisch genug auf diesem Weg. Wir haben Defizite in der Bewertung und in der Kommunikation der jeweiligen Sachstände nicht erkannt. Es ist uns nicht gelungen, die dafür benötigten personellen Kapazitäten rechtzeitig aufzubauen. Auch ich muss mir vorwerfen, hier zu optimistisch gewesen zu sein. Im Ergebnis bleibt uns nur, auf die BUGA zu verzichten und mit aller Kraft in die Umsetzung der für unsere Stadtentwicklung so wichtigen Projekte und damit künftigen Wohlstand zu investieren. Dies wird – nach umfangreichen Prüfungen und Gesprächen - auch meine Empfehlung an die Mitglieder der Bürgerschaft sein“, fasst Madsen die zurückliegenden Ereignisse abschließend zusammen.