„BUGA 2025 im Rostocker Oval nicht möglich“

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Dunkle Wolken über Rostock, eine Durchführung der BUGA im Jahr 2025 rückt neues Erkenntnissen zufolge in weite Ferne. Symbolfoto: butti_s/ Pixabay

Die Bundesgartenschau (BUGA) 2025 in der Hansestadt Rostock sorgt weiterhin für Schlagzeilen, in einer Sondersitzung hat der Aufsichtsrat über die Zukunft der Veranstaltung beraten. Eine Austragung im Rostocker Oval sei demnach nicht realisierbar.

Viel Unsicherheit bei Planungen der BUGA

Viele Spekulationen und Befürchtungen machten zuletzt im Zusammenhang mit der BUGA Rostock die Runde. Aufgrund von Materialengpässen und enormen Kostensteigerungen wurden die Zweifel an einer Durchführung nach Plan immer größer. Daraufhin wurde eine Risikoanalyse in Auftrag gegeben.  In den geplanten Bauprojekten seien demnach Kostensteigerungen aus heutiger Sicht um durchschnittlich 32 Prozent zu erwarten. Auf Grundlage der Analyse wurden daraufhin vier mögliche Durchführungsszenarien erarbeitet wurden. Diese sahen unter anderem eine Verschiebung der BUGA auf die Jahre 2026 oder 2028 vor, sowie eine Verlegung in den IGA-Park. In der Zwischenzeit meldete sich aber auch das Land Mecklenburg-Vorpommern als einer der größten Fördermittelgeber der BUGA zu Wort und knüpfte seine finanzielle Unterstützung nur an eine Durchführung im Jahr 2025 und im Rostocker Oval. Daraufhin beauftragte der Aufsichtsrat während seiner Sitzung Anfang Mai die BUGA-Gesellschaft, dieses Szenario unter den aktuellen Gegebenheiten erneut zu prüfen.

Fertigstellung von Warnowbrücke kann nicht eingehalten werden

In einer abermaligen Sondersitzung seien die Ergebnisse dieser Prüfung nun besprochen worden. Unter Berücksichtigung der Kriterien einer Bundesgartenschau sei eine Realisierung der BUGA als alleinige, eintrittspflichtige Veranstaltungsfläche im Rostocker Oval demnach nicht möglich. Als Beispiel wurde dabei die Warnowbrücke genannt, dessen Fertigstellungstermin Anfang 2022 nicht mehr eingehalten werden könne. Der Prüfbericht wurde nun der Hanse- und Universitätsstadt Rostock als Gesellschafterin zur weiteren Abstimmung vorgelegt. Es brauche demnach eine neue gemeinsame Willenserklärung, die eine Umsetzung der BUGA für Rostock für alle Parteien noch ermöglichen kann. Das Ziel der gewollten beschleunigten Stadtentwicklung bleibt bestehen, und dafür müssen nun alle Optionen geprüft werden.

Planungen an Alternativen laufen

„Wir müssen an dieser Stelle leider akzeptieren, dass eine Bundesgartenschau 2025 im Rostocker Oval nicht möglich ist. Unsere Aufgabe ist es nun, in den anstehenden Gesprächen deutlich zu machen, mit welchen Prämissen eine Umsetzung möglich sein könnte und was dies dann aus heutiger Sicht für Baukosten, zeitliche Sicherheiten und weitere Notwendigkeiten bedeuten würde. Alle Teams der BUGA-Gesellschaft arbeiten weiterhin an den Projekten mit dem Ziel, die Bundesgartenschau für Rostock zu realisieren“, erklärt Oliver Fudickar, Geschäftsführer des Bereiches Durchführung der BUGA Rostock 2025 GmbH. „Mit den Fördermittelgebern und in den entscheidenden Gremien muss das Thema Bundesgartenschau nun weiter beraten und entschieden werden“, macht Rostocks Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Claus Ruhe Madsen deutlich. „Wir stehen nach wie vor an Rostocks Seite und sind für Gespräche zu möglichen Durchführungs-Varianten weiterhin jederzeit bereit“, bekräftigt Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.