BUGA 2025 offiziell abgesagt

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

2025 wird keine BUGA in Rostock stattfinden. Die Absage erfolgte nun auch offiziell. Foto: Julia Boldt/ Pixabay

Es lag in den vergangenen Wochen bereits in der Luft, nun besteht Klarheit. Die Bundesgartenschau 2025 in Rostock wurde offiziell abgesagt und wird demnach auch nicht in alternativer Form stattfinden. Erstmals in der Geschichte wurde damit eine BUGA komplett abgesagt.

Rostocker Bürgerschaft stimmt für Absage

Nachdem zunächst Bedenken bei der Umsetzbarkeit der geplanten Projekte aufkamen, eine Risikoanalyse durchgeführt wurde, vier mögliche Durchführungsszenarien entworfen und diskutiert wurden, das Land Mecklenburg-Vorpommern seine finanzielle Unterstützung nur an eine Durchführung im Jahr 2025 knüpfte und sich anschließend Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen eine Absage der Gartenschau stark machte, ist diese nun offiziell Gewissheit. Am Mittwoch entschied die Rostocker Bürgerschaft, dass die Hanse- und Universitätsstadt Rostock keine Bundesgartenschau als einzelnes Event realisieren wird. „Der Tag der BUGA-Absage ist ein trauriger Tag. Aber es ist auch ein Tag der Klarheit, mit der wir jetzt nach vorne schauen und eine offene Fehlerkultur leben und daraus lernen müssen. Nach intensiven gemeinsamen Beratungen bin ich darum froh, dass die Bürgerschaft der Empfehlung der Verwaltung gefolgt ist. Damit haben wir eine Grundlage, wie wir die Stadt für unsere Bürgerinnen und Bürger langfristig entwickeln können, auch ohne ein temporäres Event“, so Madsen.

Stadtentwicklung soll trotzdem umgesetzt werden

Die BUGA 2025 sollte in Rostock unter anderem der Stadtentwicklung im sogenannten Rostocker Oval dienen. Mit dem Beschluss der Absage wurde aber gleichzeitig Oberbürgermeister Madsen beauftragt, die vorgesehenen Projektbausteine der Stadtentwicklung unabhängig von einer BUGA umzusetzen. „Alle Projekte sind in den Planungen weit angeschoben worden, für diese bisherige Arbeit gilt mein großer Dank allen Mitarbeitenden der BUGA-Gesellschaft. Dieses Engagement ist nicht vergebens. Damit wir die Stadtentwicklungsprojekte weiterhin umsetzen können, benötigen wir nach wie vor die Fachkompetenzen aller Teams. Wir werden dazu in den nächsten Wochen die nötigen Voraussetzungen für entsprechende Angebote an die Mitarbeitenden schaffen“, so der Oberbürgermeister. Auch Oliver Fudickar, Geschäftsführer des Bereiches Durchführung der BUGA 2025 bedauert die Absage, blickt jedoch optimistisch auf die Zukunft des bestehenden Teams. „Jedoch freue ich mich, dass jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter innerhalb des kommunalen Konzerns eine neue berufliche Perspektive zugesichert wurde.“

Bedauern bei Beteiligten

„Rostock hat mit Hilfe des Formats Bundesgartenschau vor über vier Jahren einen Masterplan für das Rostocker Oval aufgelegt. Der damit verbundene integrierte Stadtentwicklungsprozess sollte mit dem Event BUGA im Durchführungsjahr abgeschlossen werden, was nun bedauerlicherweise entfällt. Wir haben bis zuletzt das enorme Potential einer Bundesgartenschau in Rostock gesehen“, bedauert Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft die Absage. Sein Bedauern über die Absage machte auch der Zentralverband Gartenbau (ZVG) bereits im Vorfeld deutlich und betonte, dass es seit 1951 das erste Mal eine Lücke in der ununterbrochenen Reihenfolge von BUGAs und Internationalen Gartenbauausstellungen (IGA) geben werde.