Grüne Branche

BUGA droht Millionendefizit

Halbzeit für die Bundesgartenschau (BUGA): Die Zwischenbilanz fällt allerdings eher ernüchternd aus. Medienberichten zufolge kamen bislang deutlich weniger Besucher als erwartet in die Havelregion – was am Ende ein Defizit von geschätzten 4,5 Millionen Euro für die Bundesgartenschau bedeuten könnte. Die BUGA-Macher wollen deshalb jetzt den Ticketverkauf mit zusätzlichen, günstigeren Eintrittskarten ankurbeln.

Weniger Besucher als erhofft kamen bislang zur BUGA 2015 Havelregion. Foto: BUGA-Zweckverband

Wie der BUGA-Zweckverband Ende vergangener Woche bekannt gab, wird das Kartenangebot für die Bundesgartenschau ab 17. Juli noch einmal erweitert. Die für Bundesgartenschauen ohnehin übliche „Halbzeit-Dauerkarte“ gibt es dann für 45 Euro sowie mit entsprechend abgestuften Preisen als ermäßigte, Feierabend- sowie Kinderkarte.

„BUGA-Mini-Ticket“ neu eingeführt

Daneben wird es das neu eingeführte „BUGA-Mini-Ticket“ zum Preis von zwölf Euro geben. Es gilt für einen Tagesbesuch von einem der fünf BUGA-Standorte nach freier Wahl und soll die weiterhin erhältliche „BUGA-Eintrittskarte“ ergänzen. Diese ermöglicht zum Preis von 20 Euro den Besuch aller fünf Standorte. „Mit den neuen Angeboten wollen wir einen weiteren Impuls setzen, um noch mehr Menschen für die BUGA zu begeistern“, so Dr. Dietlind Tiemann, Vorsteherin des BUGA-Zweckverbands.

Von dem dezentralen Konzept der Bundesgartenschau ist Tiemann trotz der enttäuschenden Besucherzahlen weiterhin überzeugt – ungeachtet der im Vorfeld der BUGA vielfach geäußerten Kritik. Mit der „einzigartigen Verbindung gärtnerischer, städtebaulicher und touristischer Höhepunkte“, so Tiemann, habe vielmehr die Havelregion in ganz Deutschland und darüber hinaus an Bekanntheit gewonnen. „Damit ist unsere Bundesgartenschau schon jetzt ein Erfolg für unsere Städte und die gesamte Region.“

BUGA-Macher halten an Prognosen fest

Dass die Besucherzahlen bislang nicht die Erwartungen erfüllen, schreiben die Organisatoren Medienberichten zufolge hauptsächlich dem langen Bahnstreik und dem kühlen Wetter im Frühjahr zu. Mit den anstehenden Sommerferien und dem erweiterten Ticketangebot hofft der Zweckverband jetzt auf steigenden Zuspruch – und hält weiterhin an der Prognose von insgesamt 1,5 Millionen Besuchern fest.

Ausgehend von den bisherigen Zahlen, werden bis zum Ende der BUGA am 11. Oktober allerdings weit weniger Besucher in die Havelregion kommen, schreibt unter anderem die Märkische Allgemeine. Bleibt die Resonanz weiter hinter den Erwartungen zurück, droht demnach unterm Strich ein Defizit von 4,5 Millionen Euro – für das die beteiligten Kommunen haften. Aktuelle Zahlen will der BUGA-Zweckverband im Rahmen der Halbzeit-Pressekonferenz am Donnerstag nennen.