BUGA: Durchführung 2025 wird geprüft

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die Verantwortlichen der BUGA Rostock werden nun erneut das ursprüngliche Durchführungsjahr 2025 in den Fokus stellen. Foto: Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft

Es stehen nach wie vor Fragezeichen hinter einer Bundesgartenschau 2025 in Rostock. Nachdem die Risikoanalyse abgeschlossen, vier Durchführungsszenarien entworfen und diskutiert wurden, soll nun eine Veranstaltung 2025 im Rostocker Oval geprüft werden. Hintergrund sind daran geknüpfte Fördermittelzusagen.

Land sagt Fördermittel nur für 2025 zu

Die Branche ist mit Lieferengpässen und enormen Kostensteigerungen konfrontiert, so dass die Planungen für eine BUGA-Durchführung in Rostock im Jahre 2025 ins Stocken gerieten. Es wurde eine Risikoanalyse durchgeführt und anschließend vier Durchführungsszenarien entworfen. Es war die Rede von abgespeckten Durchführungen in 2025, oder Verschiebungen auf spätere Zeitpunkte. In der vergangenen Woche meldete sich dann auch Dr. Till Backhaus, Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister zu Wort und machte deutlich, dass die Fördermittelzusage des Landes über 60 Millionen Euro einzig für eine Durchführung im Jahr 2025 im Rostocker Oval geknüpft sei. Eine Verschiebung der BUGA schloss Backhaus damit kategorisch aus.  

Keines der vier Szenarien angenommen

Der Aufsichtsrat der BUGA-Gesellschaft ist demnach vergangene Woche zusammengekommen und hat die in Auftrag gegebenen Durchführungsszenarien samt detaillierter Kostenaufstellungen diskutiert. Man kam schließlich mit dem Hintergrund der Aussage der Landesregierung überein, dass man den Prüfauftrag beende und keine der vier angedachten und zur Prüfung beauftragten Varianten an die Gesellschafterin zur weiteren Umsetzung empfehlen werde. Da eine Förderzusage des Landes Mecklenburg-Vorpommern nur weiterhin besteht, wenn eine Bundesgartenschau im Jahr 2025 im Rostocker Oval realisiert werden kann, soll diese Durchführung nun erneut geprüft werden und darüber im Juni beraten werden. Mit einem Konzeptpapier der Stadt Rostock sei allerdings nicht vor Ende Juni zu rechnen.

„Durchführungsjahr 2025 in Fokus rücken“

„Nach den Gesprächen mit den Fördermittelgebern und dem Aufsichtsrat ist deutlich geworden, dass wir mit dem geänderten Prüfauftrag nun erneut das eigentliche Durchführungsjahr 2025 wieder in den Fokus rücken müssen. Wir haben gegenüber dem Land deutlich gemacht, dass der Konzeptentwurf nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer BUGA im Jahr 2025 sein kann, denn erst nach vorliegendem Planfeststellungsbeschluss für die Warnow-Brücke und den ersten Ausschreibungsergebnissen für die Bauausführungen werden wir definitiv dem Jahr 2025 zustimmen können", sagt Rostocks Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Claus Ruhe Madsen.  

„Als Dachgesellschaft der Bundesgartenschauen haben wir uns offen mit allen zur Diskussion stehenden Varianten auseinandergesetzt. Jetzt begrüßen wir die Orientierung zurück in das Rostocker Oval, denn hier werden die städtebaulichen Impulse des Formats BUGA für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt hin zum Wasser am ehesten umgesetzt. Wir stehen auch diesem erneuten Prüfauftrag positiv gegenüber und werden dabei bewerten, ob diese BUGA-Variante nach unseren Kriterien bis 2025 umsetzbar ist. Wir bleiben mit Zuversicht an Rostocks Seite“, ergänzt Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH.

„Ich bin froh, dass wir weiterhin daran arbeiten, eine BUGA in Rostock umzusetzen. Es gibt nun einen geänderten Prüfauftrag, dessen Ergebnisse während einer Sondersitzung im Juni dem Aufsichtsrat vorgestellt werden und es somit schließlich erste Antworten zu einer Realisierungsmöglichkeit im Jahr 2025 geben wird“, fügt auch Oliver Fudickar, Geschäftsführer des Bereiches Durchführung der BUGA Rostock 2025 GmbH hinzu.