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BUGA: Fuchsien im Mittelpunkt der 15. Blumenhallenschau

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Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss: Unter diesem Motto dreht sich in der aktuellen BUGA Hallenschau alles rund um Fuchsien. Hierzulande sind die beliebten Sommerblumen vor allem als Beet- und Balkon-, Ampel- oder Kübelpflanzen sowie Stämmchen bekannt. In Irland existieren dagegen ganze Fuchsien-Wälder, und weil zu jedem Wald Pilze gehören, spielen auch diese in der BUGA Schau eine Rolle.

Großes Gold für breites Sortiment an Kulturpilzen

Das im Rahmen der Pilzausstellung gezeigte breite Sortiment an Kulturpilzen – unter anderem Champignons, Shiitake, Kräuter- und Austernseitlinge sowie Ganoderma lucidum ‘Reishi’ – von Peter Marseille und seinem gleichnamigen Betrieb „in gekonnter Darstellung und bester Qualität“ überzeugte die Juroren der noch bis einschließlich 18. August laufenden Hallenschau so sehr, dass es dafür eine Große Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) gab.

Die eigentlichen Stars der laufenden Hallenschau aber sind natürlich die Fuchsien. Mehrere tausend Liebhaber-Sorten der 1695 in Santo Domingo entdeckten und zu Ehren des Tübinger Botanikers Leonhard Fuchs Fuchsia genannten Pflanzen gibt es heute, von denen einige derzeit im ehemaligen Fruchtschuppen, der Schauplatz sämtlicher Blumenhallenschauen während der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn ist, zu sehen sind.

Exzellente Fuchsien-Darbietung und außergewöhnlich gute Umsetzung

So hatte etwa der in Loßburg ansässige Betrieb Graf Gärtnerei Floristik eine Fülle an Fuchsien nach Heilbronn mitgebracht – darunter mehrere Fuchsia-Hybriden wie ʻMrs. Poppleʼ, ʻKoralleʼ, ʻDelta’s Groomʼ oder die historische Sorte ʻLeverkusen 1928ʼ. Für seine „exzellente Fuchsien-Darbietung in ausgesprochen guter Qualität“ erhielt Graf dann auch eine Große Goldmedaille. Eine weitere konnte die Gärtnerei für ihr ebenfalls gezeigtes „Sortiment Mühlenbeckia in verschiedenen Kulturformen in bester Qualität“ einheimsen.

Die vierte in dieser Blumenhallenschau vergebene Große Goldmedaille ging an die Floristin Beatrix Schaffranka von decolifestyle aus Freystadt für die nach Aussage der Jury außergewöhnlich gute Umsetzung des Hallenschau-Themas „Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss“. Schaffranka inszenierte die Fuchsien in Heilbronn unter anderem zwischen Nadelbäumen, aus Jeans herauswachsend oder in alten Schubkarren.

Zwei Ehrenpreise in der Fuchsien-Schau vergeben

Benedikt Alberta aus Schaffrankas decolifestyle-Team durfte sich darüber hinaus über den Ehrenpreis des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF) freuen, den sie für ihren „wunderschönen Tischschmuck in der Gartenstraße“ bekam.

Ebenfalls einen Ehrenpreis, diesmal von der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft verliehen, gab es für „die besonderen Fuchsien-Solitärformen, die alle Blicke auf sich ziehen“ von der Fuchsiengärtnerei Rosi Friedl. Der Betrieb aus Markt Indersdorf hatte diverse qualitativ hochwertige Fuchsia-Hybriden zur BUGA mitgebracht, die den Gewächsen der mit einer Großen Goldmedaille bedachten Gärtnerei Graf in nichts nachstanden. „Das Preisgericht wollte nicht, dass der Zweitplatzierte trotz Punktegleichheit leer ausgeht“, begründete Rüdiger Eckhardt, Ausstellungsbevollmächtigter der DBG, die Vergabe des Ehrenpreises an Friedl.

Eckhardt lobte insgesamt die Leistung der Aussteller, „die es geschafft haben, sie (die Fuchsien, Anm. d. Red.) in dem Zustand mit Knospen hierher zu stellen. Das ist im August keine leichte Aufgabe.“ Erschwerend kamen in diesem Jahr die Witterungsbedingungen hinzu, die von Hitze bis Hagel wechselten, wie Hans-Jürgen Schnur, erster Vorsitzender der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft, ergänzte. „Da reichten kein grüner Daumen und ein bisschen Glück, das erfordert schon sehr viel Aufmerksamkeit.“