Grüne Branche

BUGA-Hallenschau: exotische Pflanzen in heimischen Gefilden

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Kakteen, Sukkulenten, Phalaenopsis, Anthurien oder Philodendron – viele Pflanzen, die hierzulande Wohnungen und Gärten schmücken, haben ihren Ursprung in exotischen Ländern. Ihren Weg von der Ferne in die heimischen Gärten und Wohnungen zeichnet die zehnte Hallenschau der Bundesgartenschau (BUGA) in Erfurt nach.

Pflanzenforscher bringen „botanische Kostbarkeiten“ nach Europa

„Botanische Kostbarkeiten – von der Ferne in den Garten“ lautet der Titel der am 3. Juli gestarteten BUGA-Hallenschau. Diese zeigt bis zum 11. Juli eine große Auswahl farbenprächtiger und exotischer Pflanzen und stellt dar, wie diese einst von Pflanzenjägern und -sammlern nach Europa gebracht wurden, um hierzulande von Gärtnern kultiviert und weiterentwickelt zu werden. So wird etwa auf informativen Schautafeln vom Lebensweg des Thüringer Kakteen- und Sukkulenten-Forschers Alwin Berger (1871–1931) berichtet, ergänzt von einer Auswahl seiner Lieblingsgewächse. Zu sehen sind in diesem, von der Alwin-Berger-Gesellschaft zusammen mit Kakteen Haage und der Deutschen Kakteen-Gesellschaft gestalteten Ausstellungsteil unter anderem Agaven und die „Königin der Nacht“ Selenicereus grandiflorus, informiert die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG).

Vielfältige Pflanzenschätze in und außerhalb der Blumenhalle

Als weitere Pflanzenschätze sind in der zehnten BUGA-Hallenschau beispielsweise Pelargonien in leuchtenden Farben, groß- und kleinblättrige Funkien, tropische und winterharte Seerosen, Zier-Spargel in verschiedenen Sorten und Wuchsformen, Tillandsien, Phalaenopsis oder Anthurien zu sehen. Darüber hinaus informiert das Julius Kühn-Institut mit Hilfe von Schautafeln, was beim Kauf von Samen- und Pflanzgut aus Nicht-EU-Ländern über das Internet zu beachten ist und wobei ein Pflanzengesundheitszeugnis hilft.

Erweitert wird die Hallenschau laut DBG mit vielfältigen „botanischen Kostbarkeiten“, die von der egapark GmbH im Freiland ausgestellt sind. Unter anderem säumen Kübelpflanzen wie Oleander, Granatapfel oder Olive den Vorhof der Blumenhalle, außerdem überzeugen Pflanzschalen, Ampeln, Mauern, Spindeln und Blumentiere mit einer vielfältigen Bepflanzung. Und im Garten von Fleuroselect werden wie jedes Jahr die Goldmedaillen-Gewinner der internationalen Zierpflanzen-Organisation sowie die Pflanze des Jahres präsentiert – 2021 ist dies die Ringelblume, die laut DBG mit einem breiten Sortiment vertreten ist.

Vier Große Goldmedaillen und zwei Ehrenpreise verliehen

Für diese vielfältige botanische Reise „von der Ferne in die Gärten“ und die hohe Qualität der Pflanzen vergaben die Preisrichter laut DBG insgesamt 48 Gold-, 31 Silber- und 28 Bronzemedaillen an die Aussteller. Außerdem wurden vier Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und zwei Ehrenpreise verliehen:

  • die Erfurter Garten- und Ausstellungs gGmbH (ega) bekam eine Große Goldmedaille für „Großkübelpflanzen und Sommerflorgefäße in überragender Qualität sowie beeindruckender und umfangreicher Vielfalt“
  • ebenfalls eine Große Goldmedaille erhielt Manfred Entemann – Garten- und Landschaftsbau (Berlin) für „das vielfältige und breit nuancierte Sortiment und die hohe Qualität der Einzelpflanzen“
  • die Friedhofsgärtnerei Stoll (Stuttgart) durfte sich über eine Große Goldmedaille für „sehr interessante Neuheiten, die sicherlich in Zukunft öfters zu sehen sein werden“ freuen
  • Hermann Rothe Gartenbau (Berlin) wurde mit einer Großen Goldmedaille für „die ansprechende Präsentation seltener Grünpflanzen in sehr guter Qualität“ ausgezeichnet
  • die Gärtnerei Klenart – Stauden (Erfurt) bekam den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für „eine vielfältige, interessante und harmonische Bepflanzung mit Sukkulenten in gestalterischer Einheit präsentiert“
  • Blumen Weimar (Neu-Ulm) erhielt den Ehrenpreis des Bayrischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für „eine gestalterisch ungewöhnliche Ausstellung, die den Mut hat, das Thema Hallenschau neu zu interpretieren und es schafft, neue Zielgruppen anzusprechen“
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