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BUGA Heilbronn schließt mit mehr Besuchern als erwartet

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Über 2,3 Millionen Besucher hat die Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn vom 17. April bis zum 6. Oktober angezogen und damit sogar die Erwartungen der Verantwortlichen übertroffen. Wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen habe das Experiment, eine Gartenschau mit einer Stadtausstellung zu kombinieren.

BUGA ein „ausgezeichnetes Instrument, um Dinge zu bewegen“

„Die BUGA Heilbronn 2019 zeigt mehr als alle anderen BUGAs bisher, dass sie ein ausgezeichnetes Instrument ist, um Dinge zu bewegen, die sonst mit großer Wahrscheinlichkeit nicht möglich gewesen wären“, sagt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH – und nennt als Beispiel etwa den ersatzlosen Rückbau der Kalistraße als Teilstück der Bundesstraße 39. Dort verläuft jetzt die autofreie Uferpromenade des neuen Stadtquartiers Neckarbogen.

Dessen erster Bauabschnitt mit 23 Gebäuden konnte mit Unterstützung der BUGA termingerecht fertiggestellt werden und war bereits während der Bundesgartenschau von über 500 Menschen bewohnt. Gleichzeitig fungierten verschiedene Erdgeschossflächen im Stadtquartier Neckarbogen als Ausstellungsplattform für Zukunftsthemen wie Mobilität, Digitalisierung, neu entwickelte Materialien oder Holzbau – eines der Highlights der Stadtausstellung war zum Beispiel das derzeit höchste Holzhybridhaus Deutschlands.

Dauerhafte Entwicklung des BUGA Geländes kostet 144 Millionen Euro

Die dauerhafte Weiterentwicklung des Geländes, in die insgesamt 144 Millionen Euro investiert wurden, soll nach der BUGA planmäßig fortgesetzt werden, wie es heißt. Weitere 51 Millionen Euro waren für die Durchführung der Gartenschau fällig – 44,5 Millionen Euro davon allein für die gärtnerische und temporäre Ausstellung, Betrieb und Personal. Weitere Posten wie die Stadtausstellung oder die beiden bionischen Pavillons nach Vorbildern aus der Natur schlugen mit durch Dritte finanzierte 6,5 Millionen Euro zu Buche.

„Die Bundesgartenschau macht das Jahr 2019 für Heilbronn zu einem ganz besonderen. In den letzten Monaten hat sich vor allem die Stadt verändert und die Wahrnehmung nach außen und nach innen. Die Menschen sehen die Stärken Heilbronns erstmals bewusst – als Bildungs- und Wissensstadt und auch als Wirtschaftsstandort. Nie zuvor habe ich gespürt, dass so viele Menschen mächtig stolz sind auf ihre Stadt“, so der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel.

Erfolg der Bundesgartenschau ist gelungenem Miteinander zu verdanken

Der Erfolg der BUGA sei unter anderem dem gelungenen Miteinander von Stadtverwaltung, Gemeinderat und BUGA GmbH zu verdanken. Auf der Abschlusspressekonferenz Ende September hoben die Verantwortlichen zudem die hervorragende Zusammenarbeit mit den Gärtnern bei der Pflege der Anlagen, mit Feuerwehr und Landwirten bei der Bewässerung, mit den Friedhofsgärtnern, die für den Publikumsmagneten Grabgestaltung sorgten, und den Floristen und Hallenmeistern bei der Gestaltung der wechselnden Blumenschauen hervor.

Über 2,3 Millionen Besucher und damit deutlich mehr als die vor Beginn der BUGA von den Verantwortlichen erwarteten 2,2 Millionen zogen die vielfältigen Angebote der Bundesgartenschau in den vergangenen knapp sechs Monaten auf das Gelände. Diese kommen aus allen Altersgruppen, wie ein Blick in die Statistik (Stichtag der Erhebungen: 22. September) belege – über die Hälfte der gut 92.000 verkauften Dauerkarten entfiel auf Erwachsene zwischen 25 und 67 Jahren, etwa 15 Prozent auf Senioren über 67 Jahren, und knapp sechs Prozent auf junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren.