BUGA: Juroren würdigen Bonsai-Kunst und malerische Blumen

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Auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Erfurt wurden jüngst die Wettbewerbsbeiträge in der dritten und vierten Hallenschau zu den Themen „Malerische Blumen – von der Kunst, die Pflanzen wahrzunehmen“ und „Bonsai – fernöstliche Gartenkunst“ prämiert. Neben zahlreichen Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergaben die Preisrichter insgesamt sieben Große Goldmedaillen sowie zwei Ehrenpreise.

Miniaturbäume in flachen Pflanzschalen und mannshohe Gartenbonsais

Noch bis zum 30. Mai präsentiert die vierte BUGA-Hallenschau im einsehbaren großen Gewächshaus und auf dem Platz davor fernöstliche Gartenkunst in Form von Bonsais. In flachen Pflanzschalen auf schlichten Stellagen in Augenhöhe der Besucher thronen hier Ulmus, Betula, Potentilla, Fagus, Ginkgo oder Acer, die in ihrer Miniaturgestalt perfekt „natürlichen“ Bäumen nachempfunden sind. Dazwischen ragen mannshohe Gartenbonsais in schlicht glasierten Gefäßen heraus, und manch eines der Ausstellungsstücke hat bereits mehr als ein Menschenleben überdauert, wie die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) erklärt.

Auszeichnungen für alle vier Aussteller der vierten BUGA-Hallenschau

Vier Aussteller sind im gärtnerischen Wettbewerb angetreten, um sich in der vierten Hallenschau mit ihren über Jahrzehnte erzogenen und geformten Zimmer- und Gartengehölzen zu präsentieren. Die hohe Qualität der gezeigten Bonsais spiegelt sich in der Vielzahl der Auszeichnungen – insgesamt 58 Gold-, 30 Silber- und neun Bronzemedaillen vergaben die Juroren, außerdem wurden für besonders herausragende Leistungen vier Große Goldmedaillen der DBG verliehen an:

  • die Bonsaiwerkstatt Werner M. Busch (Düsseldorf) für „außergewöhnliche Solitärbonsais in verschiedenen Gattungen, Formen und Gestaltungsarten in überragender Qualität“
  • die Greizer Bonsaifreunde (Greiz) für „die beeindruckende Kultivierung der Bonsais, von der Aufzucht an, in den verschiedensten Gattungen, Formen und Gestaltungsarten“ sowie für „eine gelungene und ansprechende Darstellung von Informationen über Bonsais“
  • Japanträume Seidl (Wöllstadt) für „die gelungene Integrierung der Bonsais in die bestehende farbenprächtige Hallenschau mit Hortensien und Azaleen“

Darüber hinaus erhielten die Bonsaifreunde Westthüringen (Heyerode) den Ehrenpreis des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft für „ein kleines, aber spezielles Sortiment von Einzelbonsais in den unterschiedlichsten Gestaltungsarten“.

Dritte BUGA-Hallenschau verbindet Floristik und Malerei

Ebenfalls vergeben wurden die Auszeichnungen in der dritten BUGA-Hallenschau, die von Anja Schneider, Leiterin des Dresdner Instituts für Floristik, zusammen mit Designerin Bea Berthold und der bulgarischen Künstlerin Elza Artamonzeva gestaltet wurde. Unter dem Titel „Malerische Blumen – von der Kunst, die Pflanzen wahrzunehmen“ zauberten sie indoor an den großen Fenstern der Blumenhalle und auf dem Ausstellungsplatz davor wahre floristische Meisterwerke. Herausforderung bei der Outdoor-Variante der Schau war dabei laut DBG, wetterfeste Werkstücke zu schaffen, die sicher befestigt und über den zweiwöchigen Zeitraum der Ausstellung attraktiv gehalten werden können. Sehr filigrane Gestecke aus Glasröhrchen und Acrylscheiben wurden dagegen von innen an den Fenstern der Blumenhalle aufgebaut und dazu passende Malereien dekoriert.

Das Preisgericht würdigte die Verbindung von Kunst und Floristik mit insgesamt elf Gold-, 17 Silber- und 17 Bronzemedaillen. Darüber hinaus gingen drei Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft an:

  • Stauden Becker (Dinslaken) für „die vielfältige Präsentation von thematisch passenden Staudensortimenten in ansprechender Qualität und Vielfalt“
  • das Dresdner Institut für Floristik an der SBG (Dresden) für „die harmonische Verbindung von Malerei und Floristik“
  • GrafikDesign Berthold (Bad Liebenstein) für „die gärtnerische und floristische Komposition aus dem Spiel von Licht, Raum und Farbe“

Für das Dresdner Institut für Floristik gab es darüber hinaus außerdem den Ehrenpreis des Fachverbands Deutscher Floristen für „die floristische Darstellung mit Mohn und ergänzenden Pflanzen in großer Leichtigkeit und der poetischen Symphonie der Farben“.

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