Grüne Branche

BUGA: „Nach außen zeigen, was Gärtner alles tun“

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Für sein „Freilandrosen-Sortiment in hervorragender Qualität mit einer bemerkenswerten Sortenauswahl“ kassierte Andreas Waigand, Inhaber des gleichnamigen Freilandrosen-Betriebs aus Weingarten, jüngst auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn eine Große Goldmedaille. Dabei sind Auszeichnungen wie diese nicht das vorrangige Ziel des Gärtners, wie er im Interview verrät.

Zur BUGA Hallenschau „Love is all you need – Geschichten von der Liebe“ steuerte Züchter Andreas Waigand „ein Freilandrosen-Sortiment in hervorragender Qualität mit einer bemerkenswerten Sortenauswahl“ bei und würde dafür von den Juroren mit einer Großen Goldmedaille ausgezeichnet. Foto: DBG

Heilbronn ist nach München, Schwerin, Koblenz, Hamburg und Berlin bereits ihre sechste große Gartenschau. Warum machen Sie mit?

Es macht einfach Spaß. Hier ist es natürlich auch eine Unterstützung meines Landesverbands und ich finde es wichtig, dass nach außen gezeigt wird, was Gärtner alles tun. Dabei sind die Großen Goldmedaillen, auch wenn ich mich darüber freue, nicht das vorrangige Ziel. Das Ziel ist eine möglichst schöne und gute Ware abzuliefern und was dann daraus wird, hab ich nicht in der Hand.

Behandeln Sie ihre Rosen denn in Gartenschau-Jahren anders, damit das wirklich klappt?

Ich hab ein Freilandprodukt, das heißt, ich bin vollkommen vom Wetter abhängig. Ich schaue 14 Tage vorher, was blüht und suche danach aus, was ich liefern möchte. Wenn jetzt zwei Tage vorher Hagel runterkommt, ist das Pech, sowohl für mich als auch für die BUGA. Es braucht sieben Wochen von Blüte zu Blüte, so lange es keine Wetterüberraschungen gibt.

Sie wählen also zwei Wochen vorher aus, welche Rosen Sie liefern möchten – wie geht dann mit der Logistik weiter?

Der Abholtermin war Mittwochmorgen. Die zwei Tage zuvor versuchen wir, die nötigen Stückzahlen der für die Aufgaben ausgewählten Sorten zusammenzubekommen, sie zu sortieren und zu kühlen. Dann fehlen noch die Beschriftungen und es geht ab auf den Lkw. Bei Landesgartenschauen hab ich mich auch schon selbst ins Lieferfahrzeug gesetzt, aber bei Bundesgartenschauen werden die Rosen immer abgeholt, das ist also kein zusätzlicher Aufwand. Wenn ich dann wie heute zur Preisverleihung komme, ist es immer spannend, zu sehen, was die Floristen daraus gemacht haben. Sie schaffen es wirklich, dass es jedes Mal anders wird.

Hätten Sie einen Tipp für Kollegen, die sich überlegen, auch mal bei einer BUGA teilzunehmen?

Einfach tun, dabei kommt dann die Freude.