Grüne Branche

Bundessortenamt präsentierte Prüffelder mit Rosen und Beet- und Balkonpflanzen

Den Tag der offenen Tür beim Bundessortenamt am 22. Juni in Hannover wertet die Behörde als vollen Erfolg. Gut 2.000 Gäste folgten der Einladung, das Bundessortenamt kennenzulernen. In Hannover haben die Zentrale und eine der zwölf Prüfstellen des Amtes ihren Sitz. Die Rosen haben nach einem wetterbedingt verspäteten Start in diesem Jahr tatsächlich in voller Pracht geblüht und auf dem Gelände ihren Duft verströmt. Auch das Wetter spielte mit. 

Direkt auf dem Feld zwischen den über 1.500 Rosensorten und 260 neuen Zierpflanzensorten, informierten die Mitarbeiter des BSA über die Sortenprüfung. Die praxisnahen Tipps der Rosenexperten und die Informationen zu den neusten Trends bei Rosen wurden von vielen Besuchern geschätzt. Bei Führungen durch die Gewächshäuser haben die Besucher den praktischen Teil der Sortenprüfung von beliebten Zierpflanzen kennengelernt, die bei ihnen zuhause auf Fensterbänken und in Balkonkästen wachsen.

Im Gelände konnten die Beet- und Balkonpflanzen, die in prächtigen Farben blühten, auf eigene Faust erkundet werden. Fachkundige Mitarbeiter waren mit Informationen zur Stelle. Am Stand des Labors bekamen die Besucher einen Einblick in die Technik der Elektrophorese. Hier konnten Sortenunterschiede anhand von Proteinmustern deutlich erkannt werden. Bei der Präsentation von Keimproben verschiedener landwirtschaftlicher Arten konnten Keimlinge unter einer großen Lupe ausgezählt werden. Die Genbank samenvermehrte Zierpflanzen, die seit 2012 beim Bundessortenamt aufgebaut wird, wurde vorgestellt.

Besonders das Angebot, die ADR-Prüfung (ADR = Allgemeine deutsche Rosenneuheitenprüfung) bei den Rosen kennenzulernen, wurde den Angaben zufolge sehr gut angenommen. Rosen mit ADR-Siegel sind sozusagen auf Herz und Nieren geprüft und haben ihre Gesundheit in einem dreijährigen Anbau an elf verschiedenen Standorten ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bewiesen. Eine Auswahl an Informationsblättern zu Rosen, Zierpflanzen und über das Bundessortenamt konnte an den Infoständen mitgenommen werden. (ts)