Bundesweiter Auftakt der Weihnachtsbaum-Saison

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Auf dem Werderaner Tannenhof bei Potsdam wurde Ende vergangener Woche vom Verband natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB) symbolisch die bundesweite Verkaufssaison eröffnet. Bereits in vollem Lichterglanz erstrahlt der imposante Weihnachtsbaum vor dem Bundesrat in Berlin – eine zwölf Meter hohe Colorado-Tanne aus dem Osten Thüringens.

Weihnachtsbaum in der Nähe von Jena gewachsen

Der Weihnachtsbaum vor der Länderkammer kommt traditionell aus dem Bundesland des jeweiligen Bundesratspräsidenten. Seit 1. November dieses Jahres hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow dieses Amt inne, weshalb jüngst eine in der Nähe von Jena gewachsene Colorado-Tanne (Abies concolor) vor dem Bundesrat aufgestellt wurde. Gefällt und mehr als 250 Kilometer nach Berlin transportiert wurde der etwa 30 Jahre alte und 1,5 Tonnen schwere Baum von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks, bei denen sich Ramelow in Anwesenheit der Thüringer Stollenkönigin Emely I. persönlich bedankt habe, wie der Bundesrat mitteilt.

Saisoneröffnung als gemeinschaftliches Zeichen für den Naturbaum

Die bundesweite Eröffnung der Weihnachtsbaum-Verkaufssaison fand dagegen im rund 60 Kilometer von Berlin entfernten, bei Potsdam gelegenen Werder (Havel) statt. Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB) hatte dazu am 26. November auf den Werderaner Tannenhof eingeladen und nach eigenen Angaben ein abwechslungsreiches Programm für Politik, Medien und Verbraucher organisiert. Sechs weitere Betriebe aus ganz Deutschland hatten sich laut VNWB der Aktion angeschlossen, um mit einer zeitgleichen Eröffnungsfeier und Livestream aus Werder ein gemeinschaftliches Zeichen für den Naturbaum zu setzen. Mit dem Verkaufsstart gaben die Familienbetriebe demnach auch die Zusage, dass jeder Haushalt pünktlich zum 1. Advent seinen Naturbaum erhalte.

Benedikt Schneebecke, erster Vorsitzender des VNWB und Stellvertreter des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger, berichtete in seiner Eröffnungsrede über die Arbeit und die Motivation, die hinter dem Anbau steckt: „Wir, das sind die Betriebe, die in und mit der Natur für eines der emotionalsten Naturprodukte arbeiten. Wenn ich ‚wir‘ sage, dann sind das keine großen Konzerne oder riesigen Firmen. Es kümmern sich in Deutschland knapp 2.000 Familienbetriebe darum, dass in jedem Wohnzimmer ein natürlicher Weihnachtsbaum steht.“ Wie Schneebecke weiter ausführte, hätten sich sehr viele Betriebe in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Die freiwilligen Maßnahmen zur Ressourcenschonung und Verbesserung der Biodiversität gingen demnach genau in die richtige Richtung.

Advents- und Zweitbaum laut Umfragen im Trend

An den zeitgleich stattfindenden Saisoneröffnungen in ganz Deutschland nahmen laut VNWB unter anderem Bürgermeister und Ortsvorsteher aus den einzelnen Regionen, Verbands- sowie Pressevertreter teil. Zum Programm gehörten neben dem symbolischen Schlagen des ersten Baums auch Hofbesichtigungen, Baumfällen mit Schul- und Kindergartenkindern, Spendenaktionen für SOS-Kinderdörfer sowie der Verkauf von Weihnachtsbäumen. Wie der VNWB in diesem Zusammenhang mitteilt, zeichnen sich in dieser Saison laut Umfragen zwei große Trends ab – der deutlich früher gekaufte „Adventsbaum“ und der „Zweitbaum“. Dank der guten Wetterbedingungen stünden aktuell genügend Bäume in guten Qualitäten zur Verfügung, was sich positiv auf den Preis auswirke. Jedoch hätten die Erzeuger auch mit steigenden Transport- und Personalkosten, der Inflation sowie dem Mehraufwand durch Corona zu kämpfen, so der VNWB.

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