Grüne Branche

Bundesweiter Wettbewerb: „Neue Wege auf dem Friedhof!“

„Neue Wege auf dem Friedhof!“ – so lautet das Motto eines bundesweiten Wettbewerbs, den Verbände der am Friedhof beteiligten Gewerke und friedhofsaffine Organisationen unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD) ausschreiben.

Beim bundesweiten Wettbewerb „Neue Wege auf dem Friedhof!“ werden innovative und zukunftsfähige Ideen für bürgernahe Friedhöfe gesucht. Foto: BdF

Ziel des Gemeinschaftsprojekts unter der Schirmherrschaft von Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, ist es, innovative und zukunftsfähige Ideen für die Gestaltung und den Betrieb bürgernaher Friedhöfe zu entwickeln und praktisch umzusetzen.

Zu erfüllen sind dabei die folgenden Anforderungen:

  • nachweislich in das Gesamtkonzept des Friedhof integriert sein (Beschreibung des Konzepts im Gesamtzusammenhang der Friedhofsgestaltung unter Berücksichtigung der aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen, der örtlichen und zeitgeschichtlichen Gegebenheiten, etwa Denkmalschutz),
  • sich sinnvoll in die bestehende Angebotspalette einfügen,
  • den lokalen/regionalen und sozialen Gegebenheiten und dem Friedhofstyp entsprechen,
  • die regionale Bevölkerungsstruktur widerspiegeln (inklusive Angebote für konfessionslose Menschen, andere Kulturen und Religionen),
  • den Bedarf und die Bedürfnisse der Friedhofsnutzer berücksichtigen (ein nachfrage- und bedürfnisorientiertes Bestattungsangebot darstellen),
  • innovativ sein und hohe gestalterische Qualität aufweisen, Erd- und Feuerbestattung ermöglichen,
  • Grabstättenkonzepte mit individuellen Grabzeichen für jede Grabstätte bevorzugen,
  • berücksichtigen, dass Trauerhandlungen am Grab möglich sind,
  • Aufenthaltsqualität für Trauernde oder auch andere Friedhofsnutzer anstreben,
  • ausbaufähig, zukunftsfähig und nachhaltig sein,
  • Öffentlichkeitsarbeit für das Konzept in Verbindung mit dem Gesamtfriedhof vorsehen,
  • gesellschaftliche Akzeptanz erwarten lassen,
  • sich nachweislich im gesamten Friedhofsbetrieb widerspiegeln (Beratung, Verkauf, Gebühren, Dienstleistungen).

Bewerben können sich Arbeitsgemeinschaften, die mindestens aus einer Friedhofsverwaltung und zwei Gewerken (Bestatter, Friedhofsgärtner, Steinmetze) bestehen. Die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort ist wünschenswert.

Die Urheberrechte an der Idee verbleiben in jedem Fall bei der einreichenden Arbeitsgemeinschaft. Der Wettbewerb ist insgesamt mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 20.000 Euro dotiert. Dieses Geld soll als Anschubfinanzierung für die praktische Umsetzung vor Ort eingesetzt werden. Die Preisträger werden durch die Initiatoren bei der Umsetzung durch eine gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Bundes- und regionaler Ebene begleitet.

Einzureichen ist eine begonnene oder fertige Planung für einen existierenden Friedhof in Form nachvollziehbarer Pläne und gegebenenfalls Modelle oder Fotos sowie ein ausführlicher Bewerbungstext, in dem die weiter oben genannten Anforderungen hinreichend erläutert sind.

Einreichung der Bewerbung

Einsendeschluss ist der 28. Februar 2017 (Tag des Eingangs) bei der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (per Post oder E-Mail). Die Preisverleihung findet im Rahmen einer festlichen Abschlussveranstaltung statt. Ansprechpartnerin für Rückfragen: Bundesverband Deutscher Steinmetze, Sybille Trawinski, Tel.: 069-570098-84, E-Mail: s.trawinski(at)biv-steinmetz.de.

Darüber hinaus sind alle Interessenten zu einer Auftakt- und Informationsveranstaltung am 29. Juni 2016 von 12 bis 15 Uhr eingeladen bei der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Weinbergstraße 25–27, 34117 Kassel, Telefon: 0561-918930, E-Mail: info(at)sepulkralmuseum.de. Es wird um eine formlose Anmeldung mit Angabe der Personenzahl bis fünf Werktage vor der Veranstaltung gebeten an: s.trawinski(at)biv-steinmetz.de. Die detaillierten Ausschreibungsunterlagen werden an diesem Tag erläutert und ausgegeben. Sie werden im Nachgang öffentlich gemacht und sind als Grundlage der Bewerbung verbindlich.

Initiatoren des bundesweiten Wettbewerbs sind der Zentralverband der Deutschen Naturwerkstein-Wirtschaft (ZDNW) mit dem Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) und dem Deutschen Naturwerksteinverband (DNV) sowie der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau (ZVG).

Kooperationspartner sind der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) und der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK). Medienpartner sind die Fachzeitschriften „Naturstein“ und „Friedhofskultur“. (fk)