Grüne Branche

BVZ: Bei Scannerkauf noch zurückhalten

Nach Entscheidung der Gremien von Landgard und anderen Marktpartnern wird die neue Kennzeichnungsaktion der Container Centralen zunächst zu einer reinen Umlabelung werden, erklärt der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) (siehe TASPO 43/10). Demnach sollen die CC-Container wie geplant bis zum 10. Januar 2011 mit neuen Schlössern versehen werden, die auch einen RFID-Chip enthalten, allerdings müssen die Gärtner jetzt noch nicht scannen. "Diesen Weg können wir gut mittragen", so Heinrich Hiep, BVZ-Vorsitzender, anlässlich der Delegiertenversammlung seines Verbandes vom 21. bis 23. Oktober in Papenburg. Zuvor hatte die geplante Einführung des RFID-Systems im BVZ wie auch in breiten Gärtnerkreisen für große Unruhe gesorgt, da das neue System für noch nicht praxistauglich und viel zu kostenaufwändig bewertet wurde. Inzwischen steht fest, dass es ab Januar eine reine Umlabelung geben und in Testbetrieben die Praxistauglichkeit des RFID-Systems überprüft werden wird. Auch die großen Handelsketten beteiligen sich an der zumeist rein optischen Kontrolle, um langfristig zu einem sicheren System zu kommen. Container mit gefälschten Schlössern sollen ausgeschleust werden, indem etwa Landgard alle Container konsequent scannt. Für alle Beteiligten heißt das, dass spätestens jetzt alle Container im System angemeldet und eventuell nachregistriert werden sollten. Beim Kauf von Scannern sollte man noch zurückhaltend sein, führt der BVZ weiter aus. Hier erwarte der BVZ von Container Centralen und seinen Partnern, so Hiep, dass sich die Kostenstruktur bis zur endgültigen Einführung noch erheblich nach unten verändere. Nach Aussage von Container Centralen rechnet man in der Anfangsphase im Januar mit allen möglichen Varianten. Immer mehr Marktpartner seien aber inzwischen vom Zusatznutzen des RFID-Systems überzeugt.