Grüne Branche

Callunen fühlen sich wohl in Bio-Töpfen

In einem Auftragsversuch des Herstellers wurden Napac NaturePots mit herkömmlichen Kunststofftöpfen aus Polypropylen an den fünf verschiedenen Heidesorten ‘Alicia’, ‘Athene’, ‘Dark Beauty’, ‘Salena’ und ‘Sandy’ verglichen. In einem weiteren, etwas kleineren Demonstrationsversuch wurden außerdem der Penta D-Grade Topf und der Jiffy Speedypot an der Sorte ‘Marleen’ getestet. 

Unter den Versuchsbedingungen waren alle drei Typen von Biotöpfen für die Kultur von Calluna gut geeignet. Das Pflanzenwachstum entsprach dem im herkömmlichen Kunststofftopf, und auch die Haltbarkeit aller drei Biotopf-Typen war gut oder zumindest akzeptabel.

Ob sich der Heidekultivateur für die Verwendung von Biotöpfen entscheidet, und wenn ja, für welches Fabrikat, sollte sich in erster Linie nach den Wünschen seiner Abnehmer richten:

  • Akzeptieren sie eine stärkere Veralgung der Topfwand?
  • Ist eine verringerte mechanische Belastbarkeit der Töpfe beim Versand vertretbar?
  • Wird der Verzicht auf gentechnisch veränderte Ausgangsstoffe oder auf Torf verlangt?
  • Soll der Topf mitgepflanzt werden, oder wird seine Entsorgung über die Biotonne akzeptiert?

Die Gretchenfrage dürfte schließlich in vielen Fällen der Kostenaspekt sein. Der Preis der in den beiden Zwischenahner Versuchen getesteten 10,5-Zentimeter-Biotöpfe liegt im Bereich von zehn bis 18 Cent, also deutlich über den rund drei Cent, die ein herkömmlicher Topf aus Polypropylen kostet. Die Mehrkosten des Biotopfes müssten auf den Pflanzenpreis aufgeschlagen werden, daher ist die Voraussetzung für die Verwendung von Biotöpfen, dass der Kunde bereit ist, einen deutlichen Mehrpreis zu zahlen. Nachhaltigkeit ist eben nicht zum Nulltarif zu haben. (hb)

Die detaillierten Versuchsergebnisse lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 13/2012.