Grüne Branche

CC-Karren: Stapeln in der Kundenzone gang und gäbe

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Nach wie vor werden in der Praxis scheinbar viele CC-Karren ohne Sicherungshülsen gestapelt – obwohl sowohl niederländische Vermarktungseinrichtungen als auch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) eine Sicherung empfehlen. Nun haben die TASPO-Redaktion mehrere Fotos erreicht, die ohne Sicherheitsvorrichtung gestapelte CC-Karren in Discounter-Märkten zeigen – auch im Verkaufsbereich.

Ungesichert: gestapelte CC-Karren in einem Discounter-Markt. Foto: privat

Stapeln kann selbst bei niedrigen Karren zum Kippen führen

Wie eines der Bilder zeigt, kann das Stapeln selbst bei Karren mit kleinen Höhen dazu führen, dass die Holme gegeneinander verrutschen und die obere Karre kippt. Die TASPO wandte sich mit diesen Fotos direkt an Discounter. Wir fragten: Wie gehen Sie mit diesem Problem um? Sehen die Unternehmen durch gestapelte CC-Karren eine Gefährdung von Fahrern, Logistikern, Mitarbeitern oder Kunden? Gibt es Überlegungen, Karren künftig sichern zu lassen?

Aldi: „Keine konkrete Gefährdungssituation“

Nach Rücksprache mit der entsprechenden Fachabteilung und den Lieferanten gab uns Joachim Wehner, Pressesprecher Aldi Nord (Aldi Einkauf GmbH & Co. oHG, Essen), dazu folgende Rückmeldung:

„Für Aldi hat das Thema Sicherheit von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten höchste Priorität. Wir arbeiten kontinuierlich daran, sicherheitsrelevante Risiken proaktiv zu verhindern oder schnellstmöglich abzustellen. Bislang konnte in diesem Zusammenhang bei Aldi Nord weder eine konkrete Gefährdungssituation, geschweige denn ein tatsächlich eingetretener Schaden festgestellt werden. Im von Ihnen beschriebenen Fall handelt es sich um flache CC-Karren, die allein schon aufgrund der niedrigen Gesamthöhe und des damit verbundenen niedrigen Schwerpunktes eine große Stabilität aufweisen.“

Verschiedene Sicherungssysteme für Karren in der Diskussion

Das Unternehmen befinde sich in einem permanenten Austausch mit seinen Lieferanten, um einen sicheren Transport unserer Waren zu gewährleisten, so Wehner weiter. „Daraus resultieren geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung, mit denen wir dafür Sorge tragen, dass keine Risiken oder Schäden entstehen. In diesem Kontext erfolgen in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten auch Untersuchungen zu weiteren Sicherheitsmaßnahmen und Diskussionen über unterschiedliche Sicherungssysteme. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir uns nicht zur konkreten Form dieser Sicherungsmaßnahmen und den damit verbundenen Kosten äußern.“