Grüne Branche

Chancen im ländlichen Raum: Das TASPO-Beratungsprojekt

Unter dieser Überschrift beschreiben wir in der TASPO 2/06 einen recht typischen kleinen Endverkaufsbetrieb in Rheinland-Pfalz, in Stadtnähe. In der dritten Generation in Familienhand, weiß der Betriebsinhaber nicht so recht, wie es mit seinem Betrieb weitergehen kann, welche Perspektiven sich für ihn auftun. Verschiedene Einzelhandelsberater nehmen auf dieser Seite zu möglichen Entwicklungsperspektiven Stellung. Auch wenn Sie Gärtner und Betrieb nicht persönlich kennen, ergeben sich aus der nachstehenden Einschätzung einige Ansätze, die vielleicht auch für andere, ähnlich gelagerte Fälle hilfreich sein können. Im Folgenden Auszüge aus den Empfehlungen der Berater:

• Nischenstrategie entwickeln, Motto: „Was können wir, was andere nicht können.

• Verkaufsorientierte Entwicklung des Freibereichs in Richtung Verkaufsbaumschule (Erschließung, Wegeführung, Pavillon, Verkaufstische, Beete, Plätze) vornehmen.

• Entwicklung von Spezialitätensortimenten „Outdoor“, die im Trend liegen, so beispielsweise Rosen im Container, mediterrane und sonstige Kübelpflanzen, Gewürzkräuter, Solitärstauden, Wasser- und Teichpflanzen.

• Bereich Dienstleistungen beibehalten (Grabpflege, Gartenanlagen, Gehölzschnitt) aber auch weitere Möglichkeiten sondieren (Kübelpflanzenüberwinterung, gegebenenfalls Pflegeaufträge für bestehende Garten- und Grünanlagen).

• Genereller Optik-Check aller Verkaufseinrichtungen vornehmen (von der Parkplatzsituation über Fassade, Laden, Freibereich, aber auch Firmenpapiere, Firmen-Logo, Produktauszeichnung, Kundeninformation, Fahrzeugbeschriftung).

• Maßnahmen auch mit dem Ziel sehen, jüngeres Publikum (unter 60 Jahren) anzusprechen.

• Werbeaktivitäten im Rahmen der Möglichkeiten durchführen und zwar stets zu den Verkaufshöhepunkten, vor allem der B+B-Saison. Denn hier ist die Kaufbereitschaft der Kunden am höchsten.

• Die generelle Strategie muss in Richtung Verkauf gehen. Er hat erste Priorität. Die Produktion ist bei den individuellen Gegebenheiten zweitrangig.

• Falls keine der beschriebenen Maßnahmen und zwar bald, das heißt in den nächsten ein bis zwei Jahren, zum Erfolg führt, wäre die Umwidmung der Betriebsfläche zum Beispiel als Baugebiet zu betreiben.

• Parallel dazu ist gegebenenfalls die Suche und Aufnahme einer lohnabhängigen Arbeit des Betriebsleiters erforderlich.