Grüne Branche

Chlordioxid vermeidet das Ausbreiten von Krankheiten

Das Chlordioxid-Verfahren könne zur Risikominimierung empfohlen werden. Mit dieser Aussage fasste Dr. Walter Wohanka (Forschungsanstalt Geisenheim) das Ergebnis eines F & E-Projektes „Wasserdesinfektion mit Chlordioxid“ zusammen. Welche Aufschlüsse dieses Projekt für den Zierpflanzenbau brachte, wurde am 10. Februar bei einer Veranstaltung in der Gärtnerei Völker (Mainhausen-Zellhausen) erläutert. Dieser auf Elatiorbegonien und Poinsettien spezialisierte Betrieb war in das Projekt einbezogen, weil dort vor drei Jahren der damals neue Schadpilz Fusarium foetens an den Begonien auftrat und Völker bereits seit längerem auf Ebbe/Flut-Bewässerung in einem geschlossenen Verfahren setzt. Mit der Wasserentkeimung per Chlordioxid durch die von der Firma ProMinent (Heidelberg) hergestellte BelloZon-Anlage konnte Völker sein wichtigstes Pflanzenschutzproblem lösen. Peter Völker produziert Elatiorbegonien auf 11 000 Quadratmetern. Seit er die Chlordioxid-Anlage einsetzt, ist Fusarium foetens hier nur noch an knapp 100 Pflanzen aufgetreten. Dies wiederum konzentrierte sich letztes Jahr auf die Sorte ‘Bellona’ und Topfwoche 19. Nach Angabe Wohankas war bei den kranken Pflanzen wahrscheinlich schon das Ausgangsmaterial infiziert, doch hat sich der Erreger nicht im Bestand weiterverbreitet. Allerdings brachte das Projekt auch zum Vorschein, dass das Chlordioxid den Schaderreger Fusarium foetens nicht vollständig eliminiert. Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in der aktuellen TASPO.