Grüne Branche

Ciopora lotet ihren Weg aus

Über eine Strategie zur Stärkung der Zierpflanzenzüchtung in Deutschland beratschlagten die Mitglieder der Ciopora Sektion Deutschland auf ihrer Hauptversammlung am 26. und 27. Februar 2004 in Hannover. Ciopora ist die Gemeinschaft der Züchter vegetativ vermehrbarer Zier- und Obstpflanzen. Hintergrund ist, dass das bislang zuständige Institut für Zierpflanzenzüchtung (IZZ) an der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) in Ahrensburg bald seine Tore schließen wird. Diese Aufgabe soll künftig auf die BAZ in Quedlinburg übergehen. Die verbleibende Zeit müsse genutzt werden, um der Forschung rund um die Züchtung an Zierpflanzen die richtige Gewichtung zu geben. Die Diskussion endete am ersten Tagungstag mit dem Stand, dass eine Arbeitsgruppe aus den Reihen der Ciopora-Mitglieder ein Arbeitspapier entwickelt, das die Wünsche und Vorstellungen der deutschen Züchter enthält. Dieses Papier soll an das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gehen, das über weitere Schritte zu entscheiden hat. Die Stärkung des Ansehens und der Arbeit von Ciopora war ein weiteres Thema auf der Hauptversammlung. Mit rund 50 deutschen Mitgliedern sei Ciopora zwar eine relativ kleine Gemeinschaft, aber aufgrund der Homogenität ihrer Mitglieder dennoch eine starke Kraft. Fiedler schätzt den guten Kontakt zum Bundessortenamt, das als Vordenker und Anreger Einfluss auf die Gesetzgebung auch in der EU habe und schon vieles durchsetzen konnte.