Grüne Branche

Citrusbockkäfer: Brüsseler Delegation in Boskoop

Das Baumschulgebiet Boskoop besucht in dieser Woche eine Delegation des EU-Lebensmittel- und Veterinäramtes (Food and Veterinary Office, FVO), um sich ein Bild davon zu machen, ob die eingeleiteten Maßnahmen nach dem Fund des Quarantäneschädlings Citrusbockkäfer den Vorgaben entsprechen. Dies meldet der niederländische Pflanzenschutzdienst PD. Anwesend sei die Delegation in den Niederlanden vom 9. bis 11. Februar, heißt es weiter. Sie erhalte zunächst in Wageningen eine Erklärung zu den ergriffenen Maßnahmen, besuche danach das nationale Referenzlabor und wolle sich dann in Boskoop über die Situation in der 100- und 200-Meter-Zone sowie der Pufferzone um den Fund informieren. Auch das Koordinationszentrum für die Inspektionen soll besucht werden. Unterdessen sind alle Firmen aus der Pufferzone, die sich für die Boskooper Börsen angemeldet haben, von den Inspektoren wieder freigegeben worden und können teilnehmen, meldet laut PD die Leitung des Koordinationszentrums in Boskoop. Genannt sind die Börsen Groen-Direkt, Plant Port und FloraHolland. Die Börsenstandorte liegen den Angaben zufolge zwar außerhalb der Pufferzone, doch viele teilnehmenden Betriebe befänden sich zumindest mit Teilflächen darin. Auf den Börsen selbst sollen laut PD Extrakontrollen beim angelieferten Material und auf dem Börsenparket erfolgen. Die Veranstalter der Börsen seien alarmiert und hätten ihre Unterstützung zugesagt.

Nach Angaben des niederländischen Handelsverbandes für Baumschul- und Blumenzwiebelprodukte, Anthos, laufen die Kontrollen in der Pufferzone reibungslos, und es waren am 5. Februar bereits rund 270 Betriebe in der Pufferzone kontrolliert.