Grüne Branche

Coesfeld: Großbrand wegen leicht entflammbarer Schirmtücher

Ein technischer Defekt war vermutlich schuld an dem Großbrand in einer Gärtnerei bei Coesfeld (Münsterland). Laut Gartenbau-Versicherung (GV, Wiesbaden) ging dort am Abend des 17. Februar von einer in Brand geratenen Assimilationslampe eine Stichflamme aus. Es handelte sich dabei um eine Lampe älteren Typs, deren Gehäuse aus Kunststoff bestand. In Kombination mit leicht entflammbaren (B3-) Schirmtüchern stellen diese laut GV immer wieder ein großes Gefahrenpotenzial dar. 

In Coesfeld verbreitete sich das Feuer von einer in Brand geratenen Assimilationslampe über leicht entflammbare (B3-) Schirme und richtete beträchtlichen Schaden an. Foto: GV

Dadurch, dass die Gewächshäuser geschlossen waren, fehlte zunächst jedoch ausreichend Sauerstoff, um das Feuer zu entfachen. Erst als einzelne Scheiben während des Schwelvorgangs und der sich entwickelten Hitze zu bersten begannen, setzte das Feuer mit entsprechender Vehemenz ein und verbreitete sich schnell und großflächig über die ausgefahrenen Schirmtücher. Das Feuer erstreckte sich über drei Häuser von insgesamt 3.500 Quadratmetern Fläche.

Da die Pflanzen auf dem Boden kultiviert wurden, waren Tische mit brennbaren Kunststoffauflagen nicht vorhanden. In den Gewächshausverbindern befanden sich dagegen teils große Mengen an brennbarem Material wie Etiketten, Bambusstäbe oder Töpfe. Insbesondere hier war die Hitzeentwicklung enorm.

Die betroffenen Häuser brannten aus, die Kulturen – Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden – trugen einen Totalschaden davon. Aufgrund der relativ geringen Brandlast in den Häusern wird davon ausgegangen, dass diese gereinigt und repariert werden können.

Mitarbeiter der GV waren bereits am darauffolgenden Morgen vor Ort, um die Schadenregulierung und weitere nötige Maßnahmen schnellstmöglich herbeizuführen. Nach derzeitiger Einschätzung wird der Schaden auf insgesamt 500.000 Euro beziffert. (gevau)