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Das Aus für das israelische Exportunternehmen Agrexco ist besiegelt

Das israelische Exportunternehmen Agrexco geht in die Liquidation. Das hat nach monatelangen Verhandlungen das Gericht in Tel Aviv jetzt per Aussetzung des Verfahrens gegen Agrexco beschlossen. Damit ist das Aus für den Obst-, Gemüse- und Blumenvermarkter offiziell besiegelt, berichtet die israelische Wirtschafts- und Finanzzeitung Globes

Der Treuhänder Shlomo Nass habe die Abwicklung in die Wege geleitet. Weiterhin versuche er noch immer, die Reste des Unternehmens zu veräußern. Er hatte zuvor eine Liquidation kritisiert, weil dadurch tausende Erzeuger bis hin zur Zerstörung ihres Lebensunterhalts geschädigt und für ihre gelieferte Ware nicht bezahlt würden.

Auch die Hoffnung auf Hilfestellung von politischer Seite hatte sich inzwischen zerstoben, obwohl der Staat wesentliche Anteile an Agrexco hält. Daraufhin wurden Vorwürfe an der israelischen Regierung laut, welche ihre Verantwortung gegenüber den Gläubigern des Unternehmens nicht nachkomme.

Inzwischen meldet die israelische Wirtschaftszeitung Globes online, dass sich drei Interessenten für eine Übernahme bei dem Treuhänder gemeldet und Angebote vorgelegt haben: Der C.A.L. Cargo Airlines Chef Ofer Gilboa, der amerikanische Geschäftsmann Aaron Frum mit seinem landwirtschaftlichen Transportunternehmen und Bickel Flowers mit Eigentümer Gideon Bickel.

Die Angebote sollen nach Einschätzung Globes verhältnismäßig niedrig ausfallen. Weiteres entscheidet das Gericht dem Bericht zufolge in Tel Aviv in den nächsten Wochen.

Inzwischen meldet das israelische Internet-Handelsportal Port2Port, dass die beiden Agrexco-Kühlschiffe von den italienischen Logistik-Unternehmen Cosiarma S.p.A., Zim Integrated Shipping Services Ltd. und Cosmed übernommen werden.

Sie sollen ab Mitte Oktober den regelmäßigen Frachtverkehr von Israel in westliche Mittelmeerhäfen aufnehmen.

Weitere Infos zu Agrexco hier.