Grüne Branche

Dauergrabpflege: Komplettangebote gewinnen auch weiterhin an Bedeutung

Auf ein erfolgreiches Jahr 2013 blickt die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen zurück – insbesondere im Bereich der gärtnerbetreuten Grabanlagen und Memoriam-Gärten. Wie die Treuhandstelle dazu mitteilt, sei dies ein deutliches Zeichen, dass die Komplettangebote weiterhin an Bedeutung gewinnen. 

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach diesen vom Fachmann gepflegten Grabstätten wurden in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt vier neue Memoriam-Gärten, drei gärtnerbetreute Grabanlagen sowie eine Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage in Hessen eröffnet.

Sämtliche Anlagen sind als Gemeinschaftsprojekt der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen, der lokalen Friedhofsverwaltungen sowie den vor Ort tätigen Friedhofsgärtnern und Steinmetzen entstanden. Die Grabpflege ist jeweils durch einen Dauergrabpflegevertrag über die gesamte Ruhezeit abgesichert. Neben den Pflegekosten sind in den hessischen Anlagen auch die gärtnerischen Sonderkosten und das Grabmal samt erster Beschriftung enthalten.

Die erste neue gärtnerbetreute Grabanlage wurde Ende April 2013 auf dem Ortsteilfriedhof Wiesbaden-Naurod eingeweiht. Laut Treuhandstelle ist sie für die Belegung mit 56 Urnenreihen-Bestattungen vorbereitet. Die Namen der Verstorbenen sind auf zwei Stelen zu lesen, die Fläche ist von Saisonbeeten durchzogen. Eine weitere Anlage ist in Karben auf dem Waldfriedhof im Ortsteil Klein-Karben entstanden. Zwei Urnen-Bestattungsmöglichkeiten stehen hier laut Treuhandstelle zur Auswahl.

Die dritte neue gärtnerbetreute Grabanlage wurde im Mai auf dem Waldfriedhof Buchenbusch bei Neu-Isenburg eröffnet. Hier steht nur eine Grabart zur Auswahl, die Bürger können jedoch zwischen einer günstigen, überwiegend grün gehaltenen Bepflanzung und einer höherwertigen Variante mit dreimaliger Wechselbepflanzung wählen.

Einen neuen Memoriam-Garten gibt es seit dem vergangenen Jahr in Offenbach. Im unmittelbaren Eingangsbereich des Neuen Friedhofes Offenbach stehen auf einer hochwertig gestalteten Fläche mehrere Bestattungsvarianten zur Auswahl, darunter Gemeinschaftsurnengrabstätten als „grüne Alternative“ zur Urnenwand beziehungsweise anderen namenlosen Bestattungen. Die Fläche wurde mit verschiedenen Stauden, Gräsern und Bodendeckern bepflanzt. Die in der Anlage aufgestellten Bänke bieten den Friedhofsbesuchern der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen zufolge die Möglichkeit, den Memoriam-Garten als Ort zum Verweilen zu nutzen.

Der zweite neue Memoriam-Garten ist seit Sommer 2013 in Lich zu finden. Hier stehen an zentraler Stelle des Friedhofes verschiedenste Urnen- und Erdbestattungsmöglichkeiten in thematisch bepflanzten und bezeichneten Beeten zur Auswahl, so die Treuhandstelle.

Der Memoriam-Garten auf dem Hauptfriedhof in Dillenburg ist seit Allerheiligen zugänglich. In dieser besonderen Grabanlage wurden verschiedenste Erd- und Urnen-Bestattungsvarianten gestalterisch verknüpft. Die Fläche wurde laut Treuhandstelle wiederum mit einer Auswahl an Stauden, Gräsern und Bodendeckern bepflanzt.

Die letzte Eröffnung eines neuen Memoriam-Gartens in Hessen fand am Nikolaustag auf dem Friedhof in Hofheim-Marxheim statt. In Hofheim gibt es der Treuhandstelle zufolge bereits auf zwei weiteren Friedhöfen gärtnerbetreute Grabanlagen, die gute Belegungszahlen vorweisen.

Für 2014 sind laut Treuhandstelle bereits viele weitere gärtnerbetreute Grabanlagen und Memoriam-Gärten in Planung. (ts/ths)