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Dauergrabpflege: Stiftung Warentest untersucht Verträge

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Die Stiftung Warentest nahm erstmals Dauergrabpflegeverträge unter die Lupe – mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis. Im Fokus der Untersuchung standen das Preis-Leistung-Verhältnis, der Umgang mit den eingezahlten Kundengeldern und die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von zehn unterschiedlichen Dauergrabpflege-Organisationen.

Dauergrabpflege: kompetente Beratung von Treuhandmitgliedern. Foto: GdF

Dauergrabpflegeverträge: So individuell wie die Menschen, die sie abschließen

Ein Dauergrabpflegevertrag, so die Einschätzung der Stiftung Warentest, ist so individuell wie die Menschen, die ihn abschließen. Die gewünschten Dienstleistungen werden schriftlich in einem Vertrag zur Dauergrabpflege festgehalten, den der Kunde direkt mit der Friedhofsgärtnerei seines Vertrauens abschließt sowie mit einer regionalen Dauergrabpflege-Organisation.

Zu den Aufgaben der regionalen Dauergrabpflege-Einrichtung gehört es, das als Einmalbetrag gezahlte Geld sicher anzulegen, zu verwalten sowie zu kontrollieren, ob die vereinbarten Dienstleistungen vertragsgemäß ausgeführt werden.

Grabkontrolleure überprüfen Arbeit der Friedhofsgärtner

Dauergrabpflege-Organisationen beauftragen Grabkontrolleure, die regelmäßig und konsequent die Arbeit der Friedhofsgärtner überprüfen und dokumentieren. So wird sichergestellt, dass die vereinbarten Dienstleistungen im Sinne des Kunden zuverlässig erbracht werden.

Damit die Dauergrabpflege-Organisationen ihre Geschäftstätigkeit erfüllen können, entnehmen sie jährlich Geld aus den Erträgen, die durch Geldanlage der Kundengelder erwirtschaftet werden. Zusätzlich dazu fallen bei Vertragsabschluss einmalig zwischen fünf und sieben Prozent für eine Verwaltungsgebühr an.

Stiftung Warentest: „Das Geld der Kunden ist dort sicher“

„Das Geld der Kunden ist dort sicher“, bestätigte die Stiftung Warentest nach ihrem Test. Eingezahlte Kundengelder werden demnach streng getrennt vom Vermögen der Dauergrabpflege-Organisationen geführt – und zwar auf gesonderten Treuhandkonten. Einen Insolvenzschutz bieten alle getesteten Einrichtungen.

In einer Zeit, in der mit sicheren Anlage-Methoden immer weniger Zinsen zu erwirtschaften sind, ist ein Treuhandvertrag eine sinnvolle Investition, meint auch die Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner (GdF) und gibt Empfehlungen, die bei einer Beratung nützlich sind. Etwa, dass der Treuhandvertrag Dienstleistungen, die in der Zukunft erbracht werden sollen, zu heutigen Preisen festschreibt – und etwaige Erben die Kosten später als Nachlassverbindlichkeiten abziehen können.

Vorsorge-Aufwendungen für Grabpflege sind Schonvermögen

An den vertraglich garantierten Leistungen kann demnach kein Erbe rütteln – und auch nicht das Sozialamt, denn angemessene Vorsorge-Aufwendungen für Bestattung und Grabpflege gehören zum rechtlich verankerten Schonvermögen.

Wo in Einzelfällen dennoch versucht wird, Treugebende oder ihre Angehörigen zur Kündigung der Treuhandverträge zu bewegen, stehen die Dauergrabpflege-Organisationen laut GdF mit Rat und Tat zur Seite.