Grüne Branche

DBV: 39.000 Unterschriften für Aktion „Pflanzen ernähren und schützen!“

Mit der Unterschriftenaktion des Deutschen Bauernverbandes (DBV) „Pflanzen ernähren und schützen!“ haben über 39.000 Landwirte und Ackerbauexperten einen modernen und nachhaltigen Ackerbau in Deutschland und Europa gefordert. Anlass für die Unterschriftenaktion sind die Pläne der EU-Kommission, im Rahmen der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie von Deutschland die Einführung von starren Obergrenzen für die Düngung zu fordern, meldet der DBV. 

Am 7. Mai wurden die Unterschriften durch DBV-Vizepräsident Werner Schwarz (r.) und den DBV-Umweltbeauftragten Friedhelm Decker (2. v. r.) gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz (l.) an den EU-Umweltkommissar Janez Potocnik (2. v. l.) in Brüssel überreicht. Foto: DBV

Diese würden dem deutschen Konzept einer bedarfsgerechten und standortangepassten Düngung widersprechen, so der DBV. Wie EU-Umweltkommissar Janez Potocnik bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften am 7. Mai in Brüssel erklärte, werde die EU-Kommission den Mitgliedstaaten nicht die Methodik einer standort- und bedarfsgerechten Düngung vorschreiben, sofern sichergestellt sei, dass die Nährstoffüberschüsse zurückgingen.

Die Aktion „Pflanzen ernähren und schützen!“ wurde vom DBV auf der Agritechnica 2013 in Hannover gestartet. Die Unterschriftenaktion wandte sich an die EU-Kommissare für Umwelt, Janez Potocnik, und für Gesundheit, Tonio Borg und richtete sich gegen eine Einschränkung zugelassener Pflanzenschutzmittel aufgrund überzogener Risikobetrachtungen. Vorhandene Maßnahmen zur Risikominderung würden von den Behörden häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Damit drohe eine Zunahme der Fälle, in denen keine praktikablen Bekämpfungsverfahren für Pflanzenkrankheiten existieren, erklärt der DBV. (ts/dbv)