Grüne Branche

DBV: Obst- und Gemüsemärkte in der Klemme

Wie der Deutsche Bauernverband meldet, zeigen sich die Obst- und Gemüsemärkte zum Jahreswechsel wenig erfreulich. Hier wirke sich der Importstopp nach Russland besonders gravierend aus und sorge so für schlechte Stimmung auf den Märkten, insbesondere bei Landwirten mit Apfel- und Kohlanbau.

Die Gemüse- und Obstmärkte ringen mit dem Importstopp nach Russland. Foto: Fotolia

Gemüse wie Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Sellerie und Wirsing stehen unter ungünstigen Vorzeichen. Große Ernten und der Importstopp Russlands lassen das Angebot stetig wachsen. Der Verbrauch hinkt allerdings hinterher. Insbesondere bei Kohl sind Übermengen an der Tagesordnung, da auch Lagerkapazitäten, insbesondere in Norddeutschland, nicht ausreichend sind. Sollte das Russland-Embargo über die Lagersaison bis Mitte 2015 Bestand haben, so sind die Aussichten besorgniserregend, ließ der DBV in einer Pressemeldung verlauten.

Die große Ernte bei Äpfeln, verbunden mit dem Importstopp Russlands, hat dazu geführt, dass der diesjährige Start in die Saison 2014/2015 belastet wurde. Die Erzeugerpreise bei Äpfeln haben sich von rund 60 Cent je Kilogramm auf 15 bis 30 Cent mehr als halbiert; beim Mostobst wurden zeitweise nur 2 Cent je Kilogramm (statt 6 Cent) erzielt. Marktexperten hoffen, dass sich der Markt für Tafeläpfel zu Beginn des Jahres erholt und die Preise fester tendieren bei etwas höheren Lagerbeständen als im vergangenen Jahr. (ts)