Grüne Branche

Demografischer Wandel: ZVG sieht Handlungsbedarf die grüne Branche

Zum 2. Demografiegipfel der Bundesregierung vergangene Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel eindringlich darauf verwiesen, dass bis 2025 bundesweit mehr als sechs Millionen Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) sieht darin auch erhebliche Herausforderungen und Handlungsbedarf für die grüne Branche. 

„Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden für den gärtnerischen Berufsstand erheblich sein. Es werden sich neue, zukunftsausgerichtete Aufgabenfelder für unsere grüne Branche ergeben, Antworten auf viele Fragen werden auch von uns nötig sein“, meint dazu ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann.

Zum einen werde die Zahl der Rentner beträchtlich steigen. Einkaufsverhalten, Ernährungsgewohnheiten, Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, therapeutische Hilfestellungen werden auch die Angebote des Gartenbaus verändern müssen, um den Ansprüchen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden. „Das sind durchaus Chancen für den Gartenbau“, so Weimann weiter. „Man muss allerdings auch die Notwendigkeit erkennen und den Mut zu Veränderungen haben.“

Auch werde die deutlich stärkere Zunahme von Einwanderern Spuren in den gesellschaftlichen Strukturen hinterlassen, aber auch bei der künftigen Gewinnung von Arbeitskräften für die verschiedenartigen Aufgaben in der Branche von Bedeutung sein. Der Veränderungsprozess sei bereits jetzt im Gange, wenn auch noch nicht für jedermann und allerorts offensichtlich spürbar.

Für den ZVG ergibt sich die Aufgabe, zusammen mit der Forschung unterstützende Lösungen sowie fördernde Rahmenbedingungen zu erarbeiten und durchzusetzen, aber auch bei der Umsetzung in den Unternehmen mitzuhelfen. Der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) veranstaltete 2. Zukunftskongress Gartenbau am 10. und 11. September in Berlin sei ein weiterer Schritt, zukunftsweisende Perspektiven für die Branche zu verdeutlichen. (ts/zvg)