Grüne Branche

Der Grüne Punkt bringt hohe Kosten: EU-Vorgaben könnten Pflanztöpfe teurer machen

Wieder einmal sieht es so aus, als würden die niederländischen Gartenbauer einen Wettbewerbsvorteil für sich durchsetzen können. Nach Informationen aus der Branche widersetzen sich die holländischen Gärtner einfach der Vorgabe, wonach Pflanztöpfe ab dem 18. August 2005 als Verpackungen anzusehen sind und damit für eine ordnungsgemäße Entsorgung bezahlt werden muss. Grundlage für den Ärger im deutschen Gartenbau ist eine Entscheidung des Europäischen Parlamentes vom Februar 2004, die bis zum August 2005 in nationales Recht umzusetzen ist. Sie beinhaltet die Vorgabe, dass für die Beseitigung der Verpackung – ob in Form von Recycling, Deponierung oder Verbrennung – bezahlt werden muss. Das geschieht in Deutschland über den Grünen Punkt. Dadurch wird der Topf zwangsläufig teurer, von bis zu 25 Prozent sprach Niels Sommer vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) beim Baumschulseminar in Bad Zwischenahn. Von im Schnitt einem Prozent gehen die Fachleute beim Gesamtgebinde Topf mit Pflanze aus. Ob diese Mehrkosten an den Verbraucher weitergereicht werden können bleibt abzuwarten. Mehr dazu in der aktuellen TASPO.