Grüne Branche

Der klassische „SB-Baumarkt“ hat endgültig ausgedient

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Kundenanforderungen, Herstellerambitionen, branchenfremde Wettbewerber oder komplett neue Geschäftsmodelle: Baumärkte stehen vor großen Herausforderungen. Eine Analyse, was sie gerade beschäftigt und was auf sie zukommt.

Realität für SB-Baumärkte: DIY-Kunden nutzen im Zuge ihrer Customer Journey immer häufiger digitale Kanäle und Kontaktpunkte. Foto: Fotolia

Digitalisierung: Baumärkte vor großen Herausforderungen

Beim Blick auf die DIY-Branche wird vielfach das schwere Los einer derart heterogenen Branche deutlich: So vielfältig wie das im Baumarkt gehandelte Sortiment ist auch die Branchenstruktur. Egal ob Kundenanforderungen, Herstellerambitionen, branchenfremde Wettbewerber oder komplett neue Geschäftsmodelle – die Baumärkte sehen sich mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Dynamik, mit der sich Marktumfelder verändern, nimmt mit der Digitalisierung rasant zu.

Um in diesem Kontext die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells „Baumarkt“ bewerten zu können, haben wir die Marktstruktur gemeinsam mit der HSH Nordbank unter die Lupe genommen. Die – aktuelle und zukünftige – Attraktivität lässt sich demnach mittels folgender fünf Wettbewerbskräfte analysieren: Verhandlungsmacht der Kunden, Gefahr durch Substitute/neue Geschäftsmodelle, Gefahr durch neue Marktteilnehmer, Verhandlungsmacht der Lieferanten, brancheninterner Wettbewerb. Hinsichtlich dieser Einflussfaktoren ergeben sich „5 Thesen zum Baumarkt der Zukunft“:

1. Schwindender Kundenzugang im digitalen Zeitalter ist die größte Herausforderung für etablierte Baumärkte.

DIY-Kunden nutzen im Zuge ihrer Customer Journey immer häufiger digitale Kanäle und Kontaktpunkte, um sich zu informieren und zu kaufen. Die etablierten Baumärkte spielen in diesem Bereich aus Kundensicht aber eine untergeordnete Rolle, wodurch mittelfristig der Kundenzugang verloren zu gehen droht.

2. Klassisches Geschäftsmodell „SB-Baumarkt“ hat im Plattformzeitalter endgültig ausgedient.

In Zeiten digitaler Plattformen und scheinbar unbegrenzter (Preis-)Transparenz gerät das Geschäft mit der Handelsmarge, auf dem der SB-Baumarkt fußt, zunehmend unter Druck. Baumärkte müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Thesen 3 bis 5 finden Sie in TASPO 48/2018, die Sie auch in unserem TASPO Shop digital abrufen können.