Der Mönchsfriedhof des Klosters Marienstatt

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Auch Mönche sind sterblich. Nur neue Gräber werden vorübergehend mit Blumen geschmückt. Das dunkle Kreuz mit Jesus-Figur rechts markiert die Mitte des Friedhofs. Foto: Herrgen

Klöster und ihre Gärten, auch deren Friedhöfe haben eine ganz eigene Anziehungs- und Ausstrahlungskraft. Ein schönes Beispiel dafür ist die Abtei Marienstatt bei Hachenburg im Westerwald, die in diesem Jahr ihr 800. Gründungsjubiläum feiert.

Im Jahr 1212 von Zisterziensern gestiftet, entstand die Abtei Marienstatt baulich ab 1222. Mit der günstigen Lage im Tal des Flüsschens Nister, mitten im Wald entstand die “Stätte Marias“ als ausgedehnte, autarke Klosteranlage. Nach der Überlieferung soll ein blühender Weißdornzweig mitten im Winter und eine Marien-Erscheinung den Siedlern angezeigt haben, wo sie sich endgültig niederlassen sollen.

Die Abtei stand in direkter Nachfolge zum Gründungskloster Cîteaux im Burgund und unterstand ab 1222 dem Kölner Erzbischof. Nach Reformation, Besatzung, Dreißigjährigem Krieg und den späteren Napoleonischen Kriegen wurde das Kloster mit der Säkularisation 1802 aufgehoben. Die Mönche mussten den nun „weltlichen“ Ort innerhalb eines Jahres räumen, das Kloster wurde verstaatlicht und ist infolgedessen heute im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz. Während die Basilika (die älteste gotische Kirche rechts des Rheins) nach 1831 wieder als Pfarrkirche genutzt wurde verfielen alle anderen Anlagen mehr und mehr. Lesen Sie mehr dazu in der Juni-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 27.

Weitere Infos: www.abtei-marienstatt.de

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