Grüne Branche

Der Park als Fitnessstudio: BGL fordert mehr Anerkennung für urbanes Grün

Den Fokus auf das städtische Grün legte der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), August Forster, anlässlich einer Presseveranstaltung im Vorfeld der Messe GaLaBau. Grünflächen und Parkanlagen als freizugängige „grüne Fitnessstudios in den Städten“ sollten als wichtiger Bestandteil für das städtische Sportangebot mehr Anerkennung finden, so sein Appell. 

Grünflächen und Parkanlagen als freizugängige grüne Fitnessstudios in den Städten sollten als wichtiger Bestandteil für das städtische Sportangebot mehr Anerkennung finden, fordert der BGL. Foto: BGL

Die Forderung laute deshalb, dass Städte ein grünes Gesicht brauchen. Aber nicht nur die Verantwortlichen in den Städten und Kommunen könnten durch eine moderne und nachhaltige Grünflächenplanung und -pflege für mehr Sportmöglichkeiten und damit für mehr Lebensqualität sorgen. „Anstelle eines Salatbuffets in der Kantine oder eines Zuschusses für ein Sportcenter sollten Arbeitgeber überlegen, ob es sich nicht lohnen würde, in ein eigenes grünes Fitnessstudio auf dem Unternehmensgelände zu investieren. Gerade in der heutigen Berufswelt, in der sich vor allem die Technik bewegt, die Menschen hingegen immer weniger, ist es wichtig, für Bewegungsangebote zu sorgen – hier haben auch die Arbeitgeber eine Verantwortung gegenüber dem Arbeitnehmern“, so Forster.

Gewerbliche Parkanlagen könnten das öffentliche Angebot an Stadtgrün erweitern und als zusätzliche Freizeitanlagen genutzt werden. Besonders eignen würden sich grüne Außenanlagen auf Dächern von Gewerbegebäuden. „Diese grünen Firmen-Firnessstudios sind aufgrund des Platzmangels in den Städten eine echte Alternative und sollten deshalb viel mehr in die Planung mit einbezogen werden“, fordert BGL-Präsident Forster, der in diesem Zusammenhang auch auf die Charta Zukunft Stadt und Grün verweist, die sich unter anderem für einen Ausbau der Förderung der Gesundheit durch mehr begrünte Stadt- und Spielplätze einsetzt. (ts/bgl)