Grüne Branche

Der Umzug steht unmittelbar bevor

BdB-Sommertagung
Der Umzug der Bundesgeschäftsstelle von Pinneberg nach Berlin steht unmittelbar bevor: Er ist für Oktober vorgesehen. Auch dies war ein Thema auf der 55. Sommertagung des Bund deutscher Baumschulen, die vom 10. bis 12. Juli in einem Tagungshotel Köln am Rhein stattfand.

Tagung in Köln, mit Interessantem Rahmen und ebensolchem Rahmenprogramm: Die nächste Exkursion wartet. Foto: bim

Neben Arbeitssitzungen, und Exkursionen in das Umland bot der Verband auch eine halbtägige öffentliche Informationsveranstaltung, in deren Rahmen BdB-Präsident Helmut Selders einen gerafften Überblick über die im Verband anstehenden wichtigsten Themen gab. Umzug nach Berlin107 Jahre alt wird der BdB in diesem Jahr. Tradition ist das eine, Fortschritt und Weiterentwicklung das andere. „Wie wir uns als Berufsstand aufstellen", müsse immer wieder neu hinterfraget werden, so Helmut Selders. „Nur das äußere Zeichen und vielleicht das deutlichste Symbol dafür" ist in seinen Augen der Ortswechsel - weg vom langjährigen Sitz der Geschäftsstelle in Pinneberg, hin zum neuen Standort in Berlin.

Die Umsetzung des im Januar auf der Mitgliedervertreterversammlung gefassten Beschlusses läuft auf Hochtouren. Alle Notarverträge seien unterschrieben, die Immobilie der Geschäftsstelle Pinneberg verkauft. „Wenn alles so weiter läuft, sollten wir im Oktober in Berlin sein". Dann könnte der BdB seine Arbeit in der neuen Geschäftsstelle in der Kleinen Präsidentenstraße in Berlin-Mitte am Hackeschen Markt aufnehmen.

„Mit vielen anderen Verbänden und Institutionen als Nachbarn" zieht der BdB in das "Herzstück des politischen Berlins". Von dort aus will er in Zukunft die Belange seiner Mitgliedsbetriebe politisch und öffentlich noch deutlicher machen. Der Umzug nach Berlin wird auch personelle Änderungen zur Folge haben. So hat beispielsweise Anna Schellhase, die bisherige Pressereferentin, bereits den Verband verlassen und eine neue Tätigkeit in einer Hamburger Baumschule aufgenommen. Die Nachfolge tritt im August Julia Steiger an, die vorab schon die Sommertagung besuchte.

Herausforderungen
Vergangenheit und Gegenwart - dass der BdB teilweise vor wiederkehren Herausforderungen steht, lässt sich an älteren Aufzeichnungen und Aktenbeständen dokumentieren, wie sie auch im Rahmen des Umzugs ans Tageslicht kamen. Dazu gehören: Effektiver Pflanzenschutz, Steuerfragen mangelnder Berufsnachwuchs, politische Rahmenbedingungen für den Gartenbau bis zum Preiskampf in den Baumschulen. - Wobei nach Selders Einschätzung allerdings der politische und administrative Regelungseifer in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat.

Grünpolitik
Dabei leiste diese kleine Branche einen unschätzbaren Dienst mit der Produktion von lebenden Pflanzen. Wie wichtig Grün ist, werde etwa an einem Ort wie Mexico-City bewusst, wo grün Mangelware ist, führte Helmut Selders als Extrembeispiel an. Folgen fehlender Begrünung sind aber auch hierzulande im Alltag spürbar: Beispielsweise, wenn Wind Staubwolken über Feldfluren treiben, die schützenden Knicks fehlen und stattdessen Schilder an Autobahnen vor Sandstürmen warnen. Das muss ein Warnsignal sein, Grünpolitik in Deutschland nicht zu vernachlässigen, so Selders. Das bezog er ebenso auf die Stadt.
Der BdB sei froh darüber, dass die Bundesregierung die Grünflächenentwicklung als zentrales politisches Thema erkannt hat.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel mit weiteren Themen der BdB-Sommertagung in Ausgabe 08/2014 Deutsche Baumschule.