Grüne Branche

Deutlich höhere Entsorgungskosten drohen: DSD hat Zusatzverträge für Töpfe gekündigt

Ungünstigere Konditionen drohen dem Gartenbau beim Thema Verpackungsverordnung und Töpfe. Wie Jürgen Mertz, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), ausführte, hat das Duale System Deutschland (DSD) die Zusatzverträge mit der Branche zum 31. Dezember 2007 gekündigt. Denn nur 80 Betriebe hätten im Jahr 2006 entsprechende Lizenzvereinbarungen mit dem DSD abgeschlossen, sagte er vergangene Woche in seinem Grußwort auf der Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) in Goslar.

Wie der BdB bestätigt, handelt es sich um den Rahmenvertrag, den der ZVG und der BdB mit dem Dualen System Deutschland (DSD) als Rücknahme- und Verwertungssystem vereinbart hatten und der eine günstige und praktikable Lizenzierung verpackungsrelevanter Töpfe aus Kunststoff (Anpflanz- und Kulturtöpfe, in denen die Pflanzen nicht ihre gesamte Lebenszeit verbringen) gewährleisten soll (siehe TASPO 15/06).

Mertz: "Wir sind also wieder in der offenen Diskussion." Betrieben, die von dem Thema betroffen sind, könne er nur raten, noch jetzt ihre Zusatz- oder Lizenzvereinbarung zu treffen, damit die Branche politisches Gewicht gegenüber dem DSD bekomme und darauf verweisen könne, dass es sich nur um eine Übergangszeit gehandelt habe und die erreichte Branchenregelung weiter gelten sollte.

Mertz warnte davor, dass andernfalls der Gartenbau eine gesetzliche Regelung "übergestülpt bekommen" könnte. Dann laufe der Gartenbau Gefahr, dass nicht nur die Pflanzen, die ausgepflanzt werden, mit dem grünen Punkt belegt werden, sondern alle.