Grüne Branche

Deutsche Meisterschaft im GaLaBau: Bester Nachwuchs kommt erneut aus Baden-Württemberg

Verdiente Lorbeeren gab es bei der Deutschen Meisterschaft im Garten- und Landschaftsbau auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg (igs): Monja Langenbacher und Christoph Wanner aus Baden-Württemberg sind die besten angehenden Landschaftsgärtner Deutschlands. Jedes Jahr küren die Fachverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus gemeinsam den deutschen Nachwuchsmeister der grünen Zunft. Die Sieger erhalten neben großer fachlicher Anerkennung und guten Berufsaussichten ein Preisgeld von 500 Euro. 

Zwei Tage lang pflanzten und pflasterten die angehenden Experten im Garten- und Landschaftsbau anlässlich des diesjährigen Berufswettbewerbs um die Wette. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als die Besten ihres Bundeslandes qualifiziert und reisten in elf Zweierteams aus allen Regionen Deutschlands zur igs in den Norden.

Die Aufgabe: ein Land-Strand-Meer-Garten in Miniatur

Die Nachwuchstalente lieferten den zahlreichen Zuschauern an zwei Wettbewerbstagen eine spannende Performance, so der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg zum Wettbewerb. Auf 16 Quadratmetern entstand ein Garten mit typisch norddeutschen Elementen aus Katzenkopfpflaster und Klinkersteinen sowie ein von Palisaden eingefasstes Beet mit Dünenbepflanzung. Die Kür: ein Holzpodest, das wie Stege durch die Dünen ans Meer führt.

Geplant hatte die anspruchsvolle Aufgabe Landschaftsarchitektin Irina Dechow. Exakt 14,5 Stunden schrieben die Wettbewerbsrichtlinien als Zeitlimit vor und dieser Druck brachte die Teilnehmer erheblich ins Schwitzen. Die Sieger Monja Langenbacher und Christoph Wanner zeigten nach Ansicht des Fachverbandes nicht nur ihren grünen Daumen sondern bewiesen auch ein Gefühl für Taktik: Eine raffiniert gewählte Reihenfolge der Arbeitsschritte und eine ruhige, exakte Arbeitsweise.

Den zweiten Platz eroberten Benjamin Ehlers und Lorenz Mittendorf aus Sachsen-Anhalt. Für den Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg gingen Tim Bracht und Christoph Jacobs ins Feld. Sie freuen sich über den dritten Rang.

Die Reihenfolge der Platzierten

1. Monja Langenbacher (Maute GmbH & Co. KG Albstadt) Christoph Wanner (Mathias Widenhorn Gärten am See, Sipplingen), Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg.

2. Benjamin Ehlers (Haltern und Kaufmann GmbH & Co. KG, Barleben), Lorenz Mittendorf (Beyme Pflanzenhof GbR, Magdeburg) Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt.

3. Tim Bracht, Christoph Jacobs (Eckhard Garbe GmbH, Berlin), Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg.

4. Florian Anderl, Maximilian Gerg (Fuchs baut Gärten GmbH, Lenggries), Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern.

5. Simon Olbricht, Daniel Schovenberg (Wolf & Jäger GmbH, Mettmann), Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen.

6. Hannes Dede, Maurice Meyer (Norbert Farwick GmbH, Appel), Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg.

7. Julian Conrad, Felix Miethe (Delle & Heinemann Garten- und Landschaftsbau, Sassenburg), Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen- Bremen.

8. Thies Roll, Oliver Tengler (Garten Lunge, Inh. Angela Lunge, Borstel- Hohenraden), Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig- Holstein.

9. Marius Montag, Constantin Ziegler (C. Huhn Garten- und Landschaftsbau, Schlüchtern), Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen- Thüringen.

10. Juliane Schlack (Gerhild Pieper Garten- und Landschaftsbau, Kühlungsborn), Bryan Pathenheimer (GaLaBau Schingen GmbH, Petschow) Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Mecklenburg-Vorpommern.

11. Julian Tappe, Lukas Rademacher (Wershofen Gartenbau GmbH & Co. KG Bad Neuenahr-Ahrweiler), Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Rheinland- Pfalz und Saarland.

Das deutsche Meisterteam aus Baden-Württemberg wurde für seine herausragende Leistung im Rahmen der Siegerehrung gefeiert. Hanns-Jürgen Redeker, Präsident a.D. des Bundesverbands Garten- und Landschaftsbau (BGL) zeigte sich darüber begeistert, im Wettbewerb die Besten der Besten gesehen zu haben: „Sie sind alle Sieger“, betonte er und ermutigte die Teilnehmer, sich weiterhin zu engagieren. Alle 22 Finalisten, so Redeker weiter, seien ein wirklicher Gewinn für den gärtnerischen Berufsstand.

Landschaftsgärtner sind Handwerker, Künstler, Berater und Verkäufer in einem – die Berufsausbildung ist sehr vielfältig und die Karrierechancen vielversprechend, heißt es weiter. Die Wettbewerbsaufgabe vereint traditionell alle praktischen Fähigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt werden: verschiedene Pflanz- und Pflasterarbeiten, Wegebau, das Anlegen von Beeten sowie die Arbeit mit Holz und Wasser.

„Mit dem Wettbewerb wird dieser attraktive, facettenreiche Beruf für die Öffentlichkeit sichtbar und wir präsentieren die Kompetenz der Branche. Vor allem jedoch fördern wir die Leistungsträger und zeigen, dass es sich lohnt, gut zu sein“, so Sylvia Eggers, Referentin für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg. Wer am Wettbewerb teilnehmen durfte, hatte allen Grund, stolz zu sein. Egal wo das Team am Ende auf dem Siegertreppchen stand, für alle Teilnehmer stehe die Karriereampel auf Grün. (ts/fbh)