Grüne Branche

Deutscher Gartenbautag: ZVG-Präsident Mertz fordert neues Energieeffizienzprogramm

Auf der Internationalen Gartenschau (igs) in Hamburg fand vergangene Woche die Festveranstaltung zum Deutschen Gartenbautag 2013 des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) statt. Dabei unterstrich ZVG-Präsident Jürgen Mertz seine Forderung nach einem neuen Bundesprogramm Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 in Höhe von 50 Millionen Euro, damit der Gartenbau die Energiewende schaffen kann. 

Die Gärtner wollen einfach nur Planungssicherheit, so Mertz. Die finanziellen Probleme des Bundesprogrammes Energieeffizienz wurden für den Gartenbau zwar kurz vor Toresschluss gelöst, „doch die finanzielle Basis war nur eine Hilfskrücke, das hilft uns nicht weiter“. Für einen vorausplanenden Unternehmer, der investiert hat, ergaben sich zahlreiche Hindernisse: die Zertifizierung der Pflanzenöle, die Ökosteuerentlastung, die Besteuerung der Eigenwärme-Entnahme bei Blockheizkraftwerken oder die Aussetzung der Steuerentlastung für BHKW-Anlagen.

Ein wichtiger Punkt sei ihm auch die Forderung nach einer steuerbefreiten Risikoausgleichsrücklage, sagte Mertz. Alles, was nicht versicherbar ist, dafür sollte eine Risikorücklage gebildet werden und in den Bilanzen eingearbeitet sein. Es müsste möglich sein, Rücklagen von 25 Prozent auf Umsatzbasis über fünf Jahre zu bilden. Das halte die Liquidität im Betrieb, die Eigenkapitalquote bleibe hoch und ermögliche konstruktive Gespräche mit den Banken, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ohne dass sich das Rating verschlechtert.

Wenn nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) die EEG-Umlage von 5,3 Cent pro Kilowattstunde auf 6,0 Cent steigen würde, bedeute das eine enorme Belastung für die Betriebe. Schon der Sprung von 3,6 auf 5,3 Cent war eine große Belastung beispielsweise für Betriebe mit Pflanzenbelichtung und Pilz-Erzeuger. Der beste Weg wäre, wenn entweder alle bezahlen oder keiner, so ZVG-Präsident Mertz.

Seit 30 Jahren verbreite eine drohende Mehrwertsteuererhöhung immer wieder Angst und Schrecken in der Branche. An die Politik richtete Mertz die Mahnung, nicht weiter am Steuersatz für Blumen und Pflanzen zu drehen, „der Gartenbau werde auf jeden Fall dagegen angehen“. (fri)

Mehr zum Deutschen Gartenbautag 2013 lesen Sie in der aktuellen TASPO 37/13.