Grüne Branche

Deutscher Spargel schon zu Ostern auf dem Tisch

Die Erntesaison für den heimischen Spargel beginnt in diesem Jahr besonders früh. Spargelliebhaber können sich darauf freuen, das Edelgemüse bereits zu Ostern auf dem Tisch zu haben, und zwar erntefrisch aus Norddeutschland, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen meldet. 

Die hohen Temperaturen der letzten Tage haben die Entwicklung des Spargels deutlich beschleunigt, heißt es in der Meldung. Darüber hinaus sei die Zunahme von Folienflächen ein weiterer Grund für einen frühen Erntebeginn. Nach Ostern wird die Menge dann noch einmal deutlich zunehmen.

Mittlerweile wird die Spargelsaison durch den vermehrten Folienanbau und den damit einhergehenden früheren Erntestart merkbar verlängert, so die Kammer weiter. Währenddessen ist das Ende der Saison grundsätzlich auf den „Johannistag“ am 24. Juni terminiert. Nach diesem Datum dürfen die Stangen nicht mehr geerntet werden, damit den Pflanzen ausreichend Zeit für eine Regeneration bis zur nächsten Saison bleibt.

Die Verwendung von Folie im Spargelanbau hat nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer noch weitere Vorteile. Sie wendet Schädlinge ab und macht eine Unkrautbekämpfung mit Herbiziden überflüssig. Darüber hinaus schützt sie den Boden vor Erosion und stellt die Erntemenge auch bei kühlen Temperaturen sicher.

Sobald die Mengen an heimischem Spargel zunehmen, gehen die Importe aus Ländern wie Peru, Spanien oder Griechenland zurück. Denn die deutschen Verbraucher schätzen vor allem die Frische des heimischen Spargels, die sich besonders positiv auf den Geschmack auswirkt. Sollte das Gemüse nicht gleich nach dem Kauf verzehrt werden können, kann es in einem feuchten Tuch für kurze Zeit im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt werden.

In der Produktionsmenge liegt Deutschland weltweit auf Platz drei hinter China und Peru. Von den über 20.000 Hektar Spargel-Ertragsflächen in Deutschland liegen mehr als 4.000 Hektar in Niedersachsen. Rechnerisch stammt damit jede fünfte Stange, die in Deutschland gegessen wird, aus einem niedersächsischen Betrieb. (lwk nds)