Grüne Branche

Deutsches Baumschulmuseum: Sonderausstellung zur Kultur der Rose

Für den Kreis Pinneberg steht 2015 ganz im Zeichen der Rose. Auch das Deutsche Baumschulmuseum wird sich dem Gewächs in seiner Dauerausstellung eingehend widmen. Denn dort startet am kommenden Sonntag, 26. April um 14.00 Uhr, „Auf Rosen gebettet… - Sonderausstellung zur Kultur einer Pflanze“. Kulturschaffende, Fachleute und Vorträge rund um die Rose prägen die Ausstellung.

Die Unterstützung für die Sonderausstellung rund um die Rose im Deutschen Baumschulmuseum ist groß. Foto: Deutsches Baumschulmuseum

So wird der Freundeskreis Rosengarten Pinneberg seine Auftaktveranstaltung zum 80-jährigen Bestehen des Rosengartens im Deutschen Baumschulmuseum feiern. Rosenexperten wie Klaus-Jürgen Strobel, Thomas Proll und Hans Heinrich Möller erläutern zu Sonderterminen den Duft, die Zucht und die richtige Pflege der „Königin der Blumen“.

Pinneberger Kreis stiftet Fördergelder für Baumschulmuseum

Die Ausstellung wird bis zum Oktober laufen. Auch dem Pinneberger Kreis ist die Kulturstätte wichtig, er steuerte einen finanziellen Zuschuss aus dem Kulturförder-Topf bei, mit dem das Baumschulmuseum nun die dritte von fünf Tafeln im Außengelände realisieren konnte.

Die Tafeln beschreiben die Anbauschwerpunkte der Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland. Ausdrucksstarke Bilder zeigen neben Forstgehölz-Quartieren und Container-Kulturen auch Rosen-Felder. Dank vieler Spenden habe sich einiges im Außengelände getan, wie der Förderverein des Deutschen Baumschulmuseums meldet. Zufahrt und Hallenvorplatz erstrahlen nun dank vieler Spenden ganz in Grün, sogar ein Knick mit Wildrosen wurde gepflanzt, der eine besondere Bedeutung für die Geschichte Pinnebergs symbolisiert.

Bodenmüdigkeit nicht nur für Rosen ein Thema

Die Museumsleiterin Dr. Heike Meyer-Schoppa hat mit ihrem Team die Rose fest in die Dauerausstellung integriert. „So wird beispielsweise im Bereich Bodenbearbeitung vor allem das Thema Bodenmüdigkeit, das nicht nur alle Rosen, sondern alle Angehörigen der Familie der Rosengehölze so auch die Obstgehölze betrifft, besonders betont. Unter Vermehrung wird erklärt wie Züchtung funktioniert und die Station Veredelung wird durch Rosenschmuck aus den Kursen der Goldschmiedemeisterin Gudrun Maass veredelt. Uns lag vor allem daran, der Doppeldeutigkeit des Kulturbegriffs zu folgen. Das heißt, wir versuchen sowohl aus gärtnerischer als auch aus künstlerischer Sicht den besonderen Reiz der Rose zu beleuchten und beide Betrachtungsweisen zu verknüpfen“, sagt sie.

Weiteres Saisonthema: Baum-Klima-Zukunft-Klimabäume

Das zweite Thema der Saison beleuchtet den ökologischen Wert des Baums unter den Schlagworten: Baum-Klima-Zukunft-Klimabäume. Während des Museumstages wies Meyer-Schoppa darauf hin, dass das Museumsprogramm auf ehrenamtlicher Tätigkeit und Spenden fußt. „Wir sind sehr dankbar, dass wir immer wieder Unterstützung finden und freuen uns vor allem auch über die zunehmende Verknüpfung mit den vielen an anderer Stelle für unsere Kulturlandschaft tätigen Organisationen.“ (ts)